Branchenprimus DWS konzentriert Fondsmanagement in Deutschland

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Gute Nachricht für die Mitarbeiter der DWS: Die Deutsche-Bank-Fondstochter verlagert milliardenschwere Portfolios von Asien und den USA nach Frankfurt. Der Vertrieb wird künftig von zwei Managern gelenkt, die bisher in den USA tätig waren.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Fondsgesellschaft Gelder in Höhe von drei Mrd. Euro aus Asien und den USA nach Frankfurt übertragen, teilte das Unternehmen mit. Bis Ende Mai werden es voraussichtlich sieben Mrd. Euro sein, vornehmlich aus den USA.

Bis Ende Mai 2009 will die DWS rund 7 Mrd. Euro von Frankfurt aus verwalten statt in New York sowie von Standorten in Asien. Ende März managte die Fondsgesellschaft nach Angaben des Branchenverbandes BVI rund 95 Mrd. Euro von Frankfurt aus, 70 Mrd. Euro in den USA und rund 5 Mrd. Euro in Asien.

Geleitet wird der Vertrieb künftig von einer Doppelspitze. Nach dem Abgang von Stephan Kunze vor gut sechs Wochen rücken nun der bisherige USA-Chef, Axel Schwarzer, und der für Handel und Wertpapierleihe zuständige Ingo Gefeke nach.

Von den Schließungen in den USA sind vor allem Standorte der Fondsgesellschaft Scudder betroffen, die die DWS vor sieben Jahren von der Versicherungsgruppe Zurich übernommen hatte. Ganz zurückziehen wird sich die DWS aber nicht vom US-Markt, das gehe schon aus regulatorischen Gründen nicht, so ein Sprecher.

Wie viele Stellen weltweit abgebaut werden, könne man nach Angaben des Sprechers noch nicht sagen. Der Vertrieb in den USA und Asien werde aber aufrechterhalten.

Zuletzt beschäftigte

die DWS weltweit gut 1.000 Mitarbeiter,

davon etwas mehr als die

Hälfte in Frankfurt.

Das Publikumsfondsgeschäft der DWS und anderer Deutsche-

Bank-Töchter umfasst weltweit etwa

217 Mrd. Euro, davon 133 Mrd.

Euro in Europa. In den USA betreut

die DWS nach Angaben des

Sprechers 77 Mrd. Euro. In Asien

seien es 5,5 Mrd. Euro.

Deutschlands Marktführer steht wie die gesamte Fondsbranche unter Druck: Die Investmentfirmen hatten 2008 mit heftigen Abflüssen zu kämpfen - und konnten auch im ersten Quartal 2009 netto kein Geld einsammeln.

Ausgelöst hat diese Fondsflucht die Bundesregierung, als sie im Oktober - kurz nach der Lehman-Pleite - eine Garantie für Spareinlagen abgab. Viele Privatanleger schichteten daraufhin Kapital von Geldmarktfonds sowie geldmarktnahen Anleihefonds in Tages- und Festgeldkonten um.

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