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Banken fürchten zunehmende Internet-Kriminalität – Umfrage

Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Datendiebstahl werden nach Ansicht deutscher Banken weiter zunehmen. Vier von fünf Fach- und Führungskräften fürchten, dass sich die Sicherheitslage ihrer Institute durch Straftaten verschlechtern wird. Professionelles Compliance-Risikomanagement kann dabei helfen, Schäden am Unternehmensimage zu verhindern.

Darüber hinaus sehen 80 Prozent eine zunehmende Gefährdung durch Internet-Kriminalität. “In Zukunft werden Banken noch genauer hinschauen müssen, an wen und wie viele sensible Kundendaten sie Dritten anvertrauen”, sagte Stefan Lamprecht von Steria Mummert Consulting, der die Umfrage mit dem FAZ-Institut organisiert hat.

Neue Compliance-Vorschriften und engere Sicherheitsnetze stehen deshalb ganz oben auf der Agenda. So verpflichtet das neue Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetz (GwBekErgG) Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Spielbanken zu zusätzlichen Vorkehrungen beim Thema Geldwäsche.

Der Grund: Die Summe des Geldes, das illegal in den Finanzkreislauf eingeschleust wird, hat sich in den vergangenen zehn Jahren weltweit verdoppelt. Der Internationale Währungsfonds schätzt den Gewinn aus illegalen Operationen auf 500 Mrd. Dollar – pro Jahr! Das entspricht etwa zwei Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes.

Das Thema Sicherheit gewinnt auch wegen des zunehmenden Outsourcings an Bedeutung. Mehr als jedes dritte befragte Institut plant, bis 2011 weitere Geschäftsprozesse auszulagern.
Noch exakter formulierte Verträge und Service-Level-Agreements sollen künftig das Risiko weiter verringern, dass Unbefugte Zugriff auf Bankinterna oder Kundendaten erhalten.

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