Dekabank glänzt mit Rekordergebnis: Dennoch wird am Personalabbau festgehalten

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Um stolze 39,8 Prozent auf 925 Mio. Euro konnte die Dekabank ihr wirtschaftliches Ergebnis in 2010 steigern. Damit übertraf der Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe sogar sein Ergebnis von 514 Mio. Euro aus dem Vorkrisenjahr 2007, wie das Institut am heutigen Mittwoch (23. März) mitteilte.

Die Dekabank profitierte vor allen von der Erholung der Finanzmärkte in 2010. So legte das Provisionsergebnis um 8,2 Prozent auf 1,062 Mrd. zu. Dagegen fiel das Zinsergebnis um 10,8 Prozent auf 422 Mio. und das Finanzergebnis um 36 Prozent auf 251 Mio. Euro. Auch die deutliche Verbesserung bei der Risikovorsorge ließ den Gewinn in die Höhe schnellen.

Trotz des sehr guten Ergebnisses hält Dekabank-Chef Franz S. Waas am beschlossenen Stellenabbau fest: "Unserem Ziel, bis Ende 2011 350 Stellen auf freiwilliger Basis abzubauen, sind wir bereits heute ziemlich nahe gekommen. Bislang haben sich 232 Mitarbeiter für eines der mit dem Personalrat vereinbarten Ausstiegsangebote (Teilzeit, Vorruhestand, Abfindung) entschieden."

Der Personalaufwand für die 3174 Mitarbeiter (auf Vollzeitbasis) legte indes um 3,2 Prozent auf 379,3 Mio. Euro zu. "Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung wurden höhere Rückstellungen für erfolgsabhängige Sonderzahlungen gebildet", heißt es im Geschäftsbericht. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf kletterte somit um 7,1 Prozent auf knapp 120.000 Euro an.

Der Geldsegen dürfte auch die Konsolidierung des deutschen Bankensektors voranhelfen. Denn die Dekabank befindet sich noch zu jeweils der Hälfte im Besitz der Landesbanken und Sparkassen, wobei das Unternehmen noch in 2011 vollständig in das Eigentum der Sparkassen übergehen soll. Plänen zufolge soll die Hälfte der Landesbankanteile von den Sparkassen übernommen und die restlichen Anteile von der Dekabank zurückerworben werden.

So heißt es denn auch in einer Dekabank-Mitteilung: "Die sehr solide Kapitalisierung würde es der Dekabank auch ermöglichen, eigene Anteile in Höhe von bis zu 1 Mrd. Euro von den Landesbanken zurückzukaufen."

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich die Dekabank indes bescheiden und rechnet mit einem geschmälerten Ergebnis von nur noch 400 bis 500 Mio. Euro: "Die Gründe dafür sind die nach wie vor bestehenden Wachstums- und Stabilitätsrisiken im Nachgang der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie ein immer noch vergleichsweise niedriges Zins- und Renditeniveau an den Geld- und Rentenmärkten."

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