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Bundesbank: Gehälter steigen weniger – Stellenabbau droht

Das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Bundesbank haben sich nach längeren Gesprächen über die vom Ministerium angestrebte Änderung der Bankzulage verständigt. Das meldet die Bundesbank. Die “für beide Seiten vertretbare Regelung” bedeutet für die Banker bei der Bundesbank in Zukunft geringere Einkommenssteigerungen.

Die Bundesbankzulage, die derzeit für alle Angestellten der Bundesbank, egal wo sie beschäftigt sind, 19 % beträgt, wird gesenkt werden. Für die Höhe der Zulage wird künftig entscheidend sein, in welchem Bereich der Bank die Angestellten beschäftigt sind.

In der Bundesbankzentrale in Frankfurt erhalten die Banker künftig 9 % Zulage auf ihr Gehalt, in den Hauptverwaltungen werden es demnächst 5 % sein. Für die Beschäftigten im Filialbereich wird die Bundesbankzulage künftig völlig entfallen.

Die Senkung wird allerdings nicht direkt zu Lasten der derzeitigen Einkommen gehen. Die genannten Prozentsätze sind Zielgrößen, die erreicht werden sollen, indem die Bankzulage jeweils zur Hälfte mit künftigen Gehaltssteigerungen verrechnet werden wird. Im Klartext heißt dies, dass lediglich die Hälfte der künftigen Gehaltserhöhungen in den Taschen der Bundesbank-Beschäftigten ankommt.

Für Neueinstellungen ist bereits ab In-Kraft-Treten des Gesetzes die vollständige Umsetzung dieser Regelung vorgesehen. Die Bankzulage nimmt darüber hinaus künftig nicht mehr an allgemeinen Erhöhungen der Besoldung teil.

Ein weiterer Pferdefuß für die Bundesbankbeschäftigten findet sich versteckt in einem Nebensatz der Pressemeldung: Kosteneinsparungen in Höhe von 73 Mio. Euro bis zum Jahr 2011 sollen neben der Zulagensenkung durch “einen zusätzlichen Stellenabbau” erreicht werden.

Kleiner Trost für derzeitige und künftige Bundesbanker: Die Möglichkeit, zusätzliche leistungsorientierte Zulagen zu gewähren, bleibt der Bundesbank erhalten, und diese sollen künftig noch stärker und flexibler genutzt werden.

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