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Branchen erklärt: Interdealer Broking

Image via Wikipedia

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Interdealer Broker (IDB) sind traditionell öffentlichkeitsscheu, jedoch haben die guten Ergebnisse während der Finanzkrise dem unauffälligen Sektor Schub verliehen und ihn ins Rampenlicht gerückt.

Ein IDB ist ein Mittler zwischen den Händlern von Investmentbanken und versetzt sie in die Lage, große Deals anonym abzuwickeln. Nehmen wir beispielsweise an, dass ein Händler zwei Millionen Aktien von Unternehmen A für jeweils 50 Cents kaufen möchte, dann prüfen sie Preise und die Verfügbarkeit über einen IDB. Wenn der Händler mit den Angebot des IDB zufrieden ist, wird der IDB den Deal umsetzen. Im Gegenzug nimmt der IDB einen kleinen Prozentsatz als Provision, der besonders in volatilen Märkten sehr lohnend sein kann. Da IDBs immer bezahlt werden, wenn eine Transaktion zustande kommt, verdienen sie immer, wenn Leute handeln, egal ob die Märkte fallen oder steigen. Hoch volatile Märkte begünstigen ihr Geschäft.

Marktführer

Nach der Analyse von Celent wird der Markt von fünf großen Unternehmen dominiert, die zusammen auf 70 Prozent Marktanteil kommen – ICAP, Tullett Prebon, GFI, BGC und Tradition.

Positionen und Karrierewege

Interdealer Broker rekrutieren Absolventen für Onlinebroking und sogenannte Voicebroker. Die Voicebroker führen Transaktionen der Kunden, vor allem bei komplexeren Produkten, die typischerweise mehr Erklärungen und Diskussionen benötigen, via Telefon aus. Die Onlinebroker überwachen die Anfragen der Kunden und führen die Transaktionen per Computer aus. Beim Onlinebroking oder auch digitalem Broking kommt es u.a. auf Geschwindigkeit und große Volumina zu platzieren an. Broker spezialisieren sich regelmäßig auf ein Produkt. Das können Optionen, Futures oder Anleihen sein. Der übliche Karriereweg beginnt als Juniorbroker führt über Broker, Deskmanager, Director schließlich zum Head of Division.

Gehälter und Boni

Die Gehälter für Einsteiger reichen laut dem Recruitment-Unternehmen Search Partners von 40.000 bis 50.000 Dollar. Der Unterschied zwischen den Einstiegsgehältern und dem von Seniors ist groß – 120.000 bis 220.000 Dollar. Als Daumenregel gilt: je komplizierter das Produkt, desto größer das Gehalt. IDBs machen jedoch am meisten Geld durch die Umsatzbeteiligung, die zwischen 35 und 50 Prozent betragen kann. Die selbstbewussteren Broker handeln meistens niedrigere Grundgehälter und höhere Umsatzbeteiligungen aus.

Gesuchte Fähigkeiten

Beim IDB geht es um Beziehungen, also wenn Sie kein Mensch für so etwas sind, bewerben Sie sich nicht. Tatsächlich ist die Verbindung zwischen einem erfolgreichen IDB und seinen Kunden sogar so stark, dass er oft seine Kunden mitnimmt, wenn er zu einem Wettbewerber wechselt. „Die Fähigkeit, starke Beziehungen zu den Kunden aufzubauen, ist besonders in den Anfängen Ihrer Karriere eine Schlüsselfähigkeit in diesem Geschäft. Um eine Langzeitbeziehung mit jedwedem Kunden zu etablieren, müssen Sie ein starkes Band von Vertrauen und Verständnis schaffen,“ sagt Mark Scally-HR-Chef bei Tullett Prebon. Das beinhaltet eine intensive Beschäftigung mit Kunden. Damien Lee, Managing Director von Search and Partners, sagt, dass ein Juniorbroker drei bis vier Nächte die Woche damit verbringen kann, „…und trotzdem wird immer noch von Ihnen erwartet, dass Sie am nächsten Morgen um 7 hr bei der Arbeit erscheinen.“  Sie müssen die Kunden auch auf einer professionelleren Basis bei Laune halten.

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