☰ Menu eFinancialCareers

Rund 50 Mitarbeiter in Frankfurt vor dem Aus: Macquarie zieht sich aus dem deutschen Derivate-Geschäft zurück

400px-MACQUARIE_Logo.svg

Vor rund zwei Jahren hat die australische Großbank Macquarie von Sal. Oppenheim das Geschäft mit Aktien-Derivaten übernommen. Damals ein bedeutender Player auf dem Markt. Doch jetzt will sich das Unternehmen aus dem Geschäft zurückziehen, wie die Bank am heutigen Donnerstag (7. Februar) mitteilte.

„Wir sind mit Publikumsderivaten in Asien sehr erfolgreich gewesen und wir dachten, dass wir dies auf Deutschland übertragen könnten“, sagte Mcquarie-Chef Nicholas Moore zu Analysten. „Im Rückblick handelt es sich dabei um etwas, das wir nicht hätten tu dürfen – wir hätten nicht kurz vor der europäischen Schuldenkrise in das Geschäft mit Retailderivaten in Deutschland einsteigen dürfen,“ ergänzte Moore. Diesen Schritt wolle die Bank nun rückgängig machen.

Unklar blieb zunächst, wie viele Mitarbeiter von der Maßnahme in Deutschland betroffen sind. Die Bank Bank wollte hierzu keine Stellung nehmen. Doch bei der Übernahme des Derivate-Geschäfts von Sal. Oppenheim vor zwei Jahren war von gut 50 Beschäftigten die Rede.

Laut Headhunter Manuel Rehwald von Biermann Partners in Frankfurt beschäftigt das australische Bankhaus zehn Händler in Frankfurt, von denen noch keinem gekündigt worden sei. Überdies würde das Capital Markets Team in Frankfurt 40 bis 50 Leute umfassen.

Das Geschäft mit Publikums-Derivaten ist in Deutschland seit langem hart umkämpft und die Margen fallen. Überdies sind – wie Macquarie – ausländische Unternehmen in deutschen Markt vorgedrungen. So hatte auch der Schweizer Marktführer Vontobel erst Ende 2010 den Einstieg in Deutschland gewagt.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier