Bei der HVB sprudeln die Gewinne - doch die meisten Mitarbeiter haben nichts davon

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Um stolze 134 Prozent auf 1,686 Mrd. Euro konnte die Hypo Vereinsbank (HVB) ihren Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten des Jahres steigern. Davon entfielen indes 83,5 Prozent oder 1,407 Mrd. Euro allein auf das Investmentbanking.

Im Geschäft mit den Privat- Geschäftskunden konnte sich die Tochter des italienischen Unicredit-Konzerns mit einem Vorsteuergewinn von 13 Mio. Euro gerade noch in die schwarzen Zahlen retten. Allerdings hatte die Sparte im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 43 Mio. Euro verursacht.

Chef jubelt,...

Das Private Banking erwirtschaftete einen Vorsteuergewinn von 82 Mio. Euro, was einen Einbruch gegenüber dem Krisenjahr 2009 von 19,6 Prozent bedeutet. Dabei hatte die Retailsparte alle Kunden mit einem verfügbaren Anlagevermögen von mindestens 500.000 Euro an das Private Banking abgeben müssen.

"Es ist uns in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz eines weiterhin schwierigen und hochvolatilen Marktumfelds gelungen, das Vorsteuerergebnis des Gesamtjahres 2009 zu übertreffen. Dazu beigetragen haben zum einen der erfreuliche Anstieg des Provisionsüberschusses, zum anderen die deutlich verringerte Risikovorsorge", jubelte HVB-Chef Theodor Weimer.

...Mitarbeiter machen lange Gesichter,...

Von dem Geldsegen sehen die Mitarbeiter hingegen nur sehr wenig in ihren Portemonnaies. Denn der Personalaufwand legte in den ersten neun Monaten nur um winzige 3 Mio. Euro oder 0,2 Prozent auf 1,369 Mrd. Euro zu.

Überdies wurden seit Jahresbeginn 2,5 Prozent der Stellen abgebaut, womit die HVB nur noch 19.943 Mitarbeiter beschäftigt. Mithin wandte das Unternehmen pro Mitarbeiter durchschnittlich 68.646 Euro aus, was gegenüber dem Krisenjahr 2009 nur ein Plus von 2,8 Prozent ausmacht.

... nur Investmentbanker lachen

Bessere Mienen dürften allein die Mitarbeiter im Investmentbanking machen. Allerdings sank auch die Mitarbeiterzahl in dem Segment um 144 oder 3 Prozent auf 4697 Beschäftigte. Dagegen wuchs der Personalaufwand im Investmentbanking von Januar bis September um beachtliche 19,7 Prozent auf 577 Mio. Euro. Unter dem Strich wandte die HVB für jeden Mitarbeiter durchschnittlich 122.844 Euro auf.

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