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Verdi fordert Schutz für von Entlassung bedrohte Landesbanker

Die Gewerkschaft ver.di pocht bei der geplanten Neuordnung der Landesbanken auf Absicherungen für die Mitarbeiter. “Wir fordern eine Konsolidierung ohne Entlassungen mit Beschäftigungs- und Standortsicherungen”, sagte Verdi -Vorstand Uwe Foullong am Freitag.

Es sei verantwortungslos, dass es bei der am Donnerstag erzielten Grundsatzeinigung der Länder keine Aussage zur Sicherung der Arbeitsplätze gebe. “Wir akzeptieren nicht, wenn tausende Bankangestellte auf die Straße gesetzt werden, weil einige Landesbanken Milliardenverluste in Spekulationsgeschäften gemacht haben”, sagte der Verdi-Funktionär. Schliesslich seien nicht die Bankangestellten für das Missmanagement verantwortlich, sondern die Vorstände.

Das Bundeskabinett wird sich wahrscheinlich am kommenden Mittwoch mit einem Gesetzentwurf befassen, der unter anderem eine “Bad-Bank”-Regel für die Landesinstitute vorsieht, kündigte Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag an.

Verdie warnte vor der geplanten Fusion aller Landesbanken zu einer einzigen öffentlichen Grossbank. Eine solche Grossfusion führe zu einem maximalen Verlust von Arbeitsplätzen und richte auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht Schaden an.

Die mit einer Grossfusion entstehende Anhäufung von Kreditrisiken (“Klumpenrisiken”) führten zu einer Reduzierung der Kreditversorgung der Wirtschaft und zu teureren Refinanzierungen. Foullong: “Eine Grossfusion der Landesbanken ist sozial- und betriebswirtschaftlicher Wahnsinn.” Bei den Veränderungen seien Besonnenheit, Vernunft und beschäftigungspolitische Verantwortung gefordert.

Der Einigung der Länder zufolge sollen die von der Finanzkrise besonders betroffenen Landesbanken bis Ende 2010 radikal umgebaut werden. Ziel sind effizientere Strukturen und neue Geschäftsmodelle. Damit soll auch die Voraussetzung für staatliche Hilfen geschaffen werden, um Risikopapieren und ganze Geschäftsfelder aus den derzeit noch sieben Landesbanken auslagern zu können.

Kommentare (5)

Comments
  1. Bin zwar kein Freund der Gewerkschaften, aber wo sie Recht haben …

  2. Ich kann mich noch gut an den Kommentar zum 1. Mai erinnern. Die Gewerkschaften haben die Karre mit in den Dreck fahren lassen, als sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Deshalb sollen die jetzt mal ganz still sein.

  3. Es ist und bleibt ein Skandal, dass letzten Endes immer die Mitarbeiter bluten müssen – und die Topmanager werden im Zuge der politisch gewünschten Fusionen dann auch noch mit Millionen abgefunden. Armes Deutschland!

  4. Natürlich ist das für die Betroffenen bitter, aber wir Steuerzahler können uns diese vielen löchrigen Bank-Fässer einfach nicht länger leisten.

  5. Diese Vorstände müssen zur Rechenschaft gezogen werden, ich als Hartz IV Empfänger muss durch meine Scheidung zwei Finger heben, eine eidesst. Versicherung ablegen, nicht ein Cent veruntreut zu haben – und andere Drecksvorstände werden noch abgefunden. Die müssen – zur Rechenschaft gezogen und mit Millionenhöhe belangt werden. Und nicht auf Kosten der Steuerzahler -Bonusse und Abfindungen bekommen!!!!!

    Mit freundlichen Grüssen
    Gruber

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