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DAAD will mehr Studenten ins Ausland schicken: Wirtschaftswissenschaftler ganz vorn mit dabei

Die neue DAAD-Präsidenten Margret Wintermantel.

Die neue DAAD-Präsidenten Margret Wintermantel.

Noch mehr Studenten als in der Vergangenheit will Margret Wintermantel, die neue Präsidenten des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), ins Ausland schicken. Während seit 2001 etwa jeder dritte deutsche Absolvent einen Teil seines Studiums in der Ferne verbrachte, soll diese Zahl bis 2010 auf rund 50 Prozent steigen.

Darüber hinaus soll die Zahl der ausländischen Studenten und Wissenschaftler in Deutschland von derzeit 245.000 auf 300.000 anwachsen. „Mit dem Ausländerstudium gewinnen wir unserer Freunde und Partner von morgen. Und: Ohne mehr internationale Studierende werden wir das hohe Niveau unseres Wissenschaftssystems angesichts des demographischen Wandels nicht halten können“, sagte Wintermantel.

Dabei dürften Auslandsaufenthalte vor allem in derart globalisierten Branchen wie den Finanzdienstleistungen für eine künftige Karriere entscheidend sein. Dies scheinen zumindest die Wirtschaftswissenschaftler – aus denen sich die Mehrzahl der Finanzprofis rekrutiert – erkannt zu haben.

Denn laut der „Studie Internationale Mobilität 2011“ des Hochschul-Informations-Systems (HIS) konnten in 2011 25 Prozent aller deutschen Studenten einen einschlägigen Auslandsaufenthalt vorweisen. Die Unterschiede der HIS-Studie zu den DAAD-Zahlen gehen auf unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zurück.

Nach der HIS-Studie zog es vor allem Studienrichtungen die Wirtschaftswissenschaftler mit 32 Prozent am stärksten in die Ferne. Lediglich die Sprach- und Kulturwissenschaftler kommen mit 31 Prozent auf einen ähnlichen Wert. Dagegen liegen die angehenden Ingenieure, Mathematiker und Naturwissenschaftler mit 17 Prozent spürbar unter dem Durchschnitt von 25 Prozent.

Schon heute stellt der DAAD eine wahre Goldgrube für Studenten und junge Wissenschaftler dar, die es ins Ausland zieht. So förderte der DAAD 70.000 Personen mit eigenen Mitteln und weitere 30.000 mit EU-Geldern. Der Haushalt des DAAD beläuft sich mithin auch auf stolze 411 Mio. Euro, was zum Großteil vom Auswärtigen Amt und dem Bundesbildungsministerium bestritten wird. Rein rechnerisch blätterte der DAAD für jede geförderte Person fast 6000 Euro auf den Tisch.

Laut dem DAAD schlägt die Umstellung auf die Bachelor- und Master-Studiengänge auch auf den Gang ins Ausland durch. „Bachelor-Studierende gehen früher und durchschnittlich wesentlich kürzer ins Ausland, als es in den Diplom- und Magister-Studiengängen der Fall war“, heißt es vom DAAD.

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