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Towers Perrin sieht gute Berufsaussichten im Retail Banking

Mehrere tausend Spezialisten aus den kapitalmarktnahen Bereichen suchen einen neuen Arbeitgeber. “Es ist mehr als zweifelhaft, dass dieses Angebot an Arbeitskräften kurzfristig komplett vom Markt aufgenommen wird”, sagte Martin Emmerich, Leiter Financial Services bei Towers Perrin in Frankfurt in einem Interview mit der Zeitschrift Bankmagazin.

Während einige Spezialisten mit Kapitalmarkterfahrung weiter gefragt seien, müssten die meisten jedoch in einem anderen Umfeld eine neue Stelle finden, so Emmerich. Jobsucher sollten ihre Suche deshalb möglichst breit anlegen und auch branchenfremde sowie internationale Angebote berücksichtigen.

Alternativen könnten zum Beispiel Industrieunternehmen sein. “Hier sind gerade im Bereich der Fusionen und Übernahmen oder bei der Vorbereitung von Börsengängen Experten gefragt”, weiß Emmerich.

Künftig müssen Investmentbanker auch finanziell kürzer treten: “Speziell die in der Vergangenheit sehr stark über die Vergütung getriebenen Investmentbanker werden – soweit noch in Lohn und Brot – ihre Gehaltsansprüche deutlich zurückschrauben müssen.” Vor allem, weil die Unternehmen ihre Vergütungssysteme stärker risiko-orientiert und langfristig ausrichten.

Die Zeit der ausschließlich auf kurzfristigen Profit ausgerichteten und durch extreme Ausschläge gekennzeichneten Bonuszahlungen scheine jedenfalls vorbei zu sein. Emmerich: “Es wird mehr Realitätsbewusstsein auch in Fragen der Vergütung einkehren.”

Investmentbanker, die in andere Bankbereiche wechseln wollen, müssen sich anpassen können. “Anforderungen an die Teamfähigkeit, Kundenorientierung und Orientierung am langfristigen Erfolg sind dabei stärker gefragt denn je. Für Investmentbanker bedeutet das einen spürbaren Kulturwandel”, so Emmerich.

Nach Ansicht des Towers-Perrin-Experten werden Mitarbeiter im Privatkundengeschäft die Finanzkrise noch am besten überstehen. “Wir sehen gerade das Retail-Banking im Rahmen der aktuellen Krise noch am geringsten betroffen.” Und sollte es hier, zum Beispiel im Zuge von Übernahmen, zu Personalabbau kommen, sei man zuversichtlich, dass dieser andernorts aufgefangen werden

Alternativen für Retail-Experten ergeben sich Emmerich zufolge aber auch bei unabhängigen Finanzdienstleistern. Dies gelte auch für Sachbearbeiter, deren Perspektiven aufgrund des breiteren Einsatzspektrums ohnehin nicht schlecht seien.

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