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Liechtensteiner Versicherer sucht Mitarbeiter mit Charakter

2008 war für Liechtenstein ein schwieriges Jahr. Die Steuerhinterziehungsaffäre um den früheren Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel und der Skandal um illegal verkaufte Kundendaten haben dem Ruf des Herzogtums schwer geschadet.

Das hat Michael Neubert aber nicht davon abgehalten, nach drei Jahren an der Spitze der HDI-Gerling-Tochter Aspecta Liechtenstein zu Liechtenstein Life – einem Start-Up vor Ort – zu wechseln.

Die im Besitz von wohlhabenden Privatleuten befindliche Versicherungsgesellschaft ist vor gut einem halben Jahr an den Start gegangen und beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter. Die meisten stammen übrigens aus der Schweiz, Österreich oder – wie Neubert – aus Deutschland.

Wenn es nach dem gebürtigen Franken geht, soll sich das (Personal-)Wachstum trotz Finanzkrise in den kommenden Jahren fortsetzen. Dabei hat er klare Vorstellungen, wen er einstellen will.

Gegenwärtig ist eine Stelle für einen Versicherungsmathematiker zu besetzen. Darüber hinaus können Studenten die Gesellschaft während eines Praktikums beschnuppern.

“Wir sind keine Versicherungsbehörde”, sagt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler, der vor seiner Zeit bei Aspecta acht Jahre lang beim Finanzvertrieb AWD gearbeitet hat. Er suche deshalb lieber Unternehmertypen als typische Angestellte.

Dabei stellt Neubert, wie er versichert, nicht unbedingt die nach Noten besten Männer und Frauen ein – immerhin die Hälfte der Führungskräfte bei Liechtenstein Life sind weiblich. Statt dessen legt der Vorstandschef vor allem Wert auf Charakter und Persönlichkeit.

Die Versicherungsprodukte vertreibt die Mannschaft um Neubert übrigens nicht über eigene Mitarbeiter, sondern ausschließlich über Partnergesellschaften. Das heißt, Jobs in Deutschland oder in der Schweiz wird es nicht geben.

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