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Arbeitsmarkt und Gehälter für MBAs (Teil 2)

Die Nachfrage nach Absolventen von MBA-Studiengängen steigt weltweit. Doch nicht jeder findet sofort seinen Traumjob. Leichter wird die Suche, wenn die Absolventen neben dem im Studium erlernten Fachwissen die richtigen Soft Skills aufweisen.

“Richtig” ist dabei, was den Arbeitgebern wichtig erscheint. Die Studie “TopMBA.com International Recruiter Survey 2005” von QS Research kann dabei als Richtschnur dienen. Aus ihr geht hervor, was Arbeitgeber gerne sehen. Soziale Kompetenz ist dabei das am höchsten geschätzte unter den Pfründen, mit denen ein Bewerber wuchern kann.

Die Fähigkeit zu strategischem Denken, Führungsstärke und Erfahrung folgen. Bei all diesen Soft Skills klafft eine große Lücke zwischen der Wichtigkeit, die Arbeitgeber den Fähigkeiten zuschreiben, und der Einschätzung, inwieweit die Bewerber die geforderten Skills auch vorweisen können. Wer also diese gewünschten Fähigkeiten aufweist, sollte sich bemühen, dies auch durch ehrenamtliche Arbeit zu belegen, um die Personaler zu überzeugen.

Danach erst folgen “harte” Fähigkeiten wie unternehmerische Fähigkeiten, Kenntnisse im Finanzwesen, universitäre Erfolge oder Computerkenntnisse.

Chancen für weniger erfahrene MBAs

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Neben den Fähigkeiten spielt auch die Berufserfahrung bei der Attraktivität eines MBA-Absolventen für potenzielle Arbeitgeber eine wichtige Rolle.

Die Ergebnisse der Experten von QS Research belegen, dass MBAs, die vor der Aufnahme ihres Studiums zwischen einem und 4 Jahren gearbeitet haben, von über der Hälfte der im Jahr 2005 befragten Firmen bevorzugt gesucht wurden – etwas mehr als im Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach MBAs mit einer Berufserfahrung zwischen 4 und 8 Jahren hingegen ging im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Dennoch bildet dieses Erfahrungslevel noch immer mit fast 40 % die meistgesuchte Gruppe.

Die gute Nachricht für alle, die weniger als ein Jahr in ihrem Beruf gearbeitet haben, bevor sie ihr MBA-Studium aufnahmen: Diesen relativ unerfahrenen Arbeitnehmer wurden von 5 % der befragten Unternehmen Stellen angeboten – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Wert des Vorjahres von nur 2 %.

Die Studie hat darin sogar einen Trend ausgemacht, der nach Meinung der Experten von QS Research zum einen auf mangelnde Qualität unter den erfahreneren MBAs zurückzuführen ist, zum anderen aber auch in der Tatsache begründet liegt, dass sich Absolventen mit geringer Berufserfahrung mit verhältnismäßig niedrigen Einstiegsgehältern zufrieden geben.

Immer wieder Marketing

Nach dem Abflauen des weltweiten Internet- und E-Commerce-Hypes besinnt sich die Wirtschaft weltweit wieder auf klassische Werte. Dieser Trend spiegelt sich auch in den Positionen wider, die den Absolventen von MBA-Studiengängen angeboten werden.

Hier liegen ganz vorne Positionen im Marketing und im Finanzwesen, gefolgt von Consultant-Rollen und Vertriebsstellen. Nach 15 % im Vorjahr machten Stellenangebote im Marketing-Bereich mit 19 % den größten Teil der den MBAs angebotenen Positionen aus.

Im Bereich E-Commerce – im Jahr 2001 immerhin der Einstiegsbereich für rund 10 % der MBA-Absolventen, liegt mit nur noch 3 % ganz am Ende des Tableaus.

Wer es also auf eine Karriere in klassischen betriebswirtschaftlichen Rollen abgesehen hat, für den sollte ein MBA-Studium das ideale Sprungbrett darstellen.

Lesen Sie in Teil 3 dieses Reports alles über den Arbeitsmarkt für MBA-Absolventen im europäischen Finanzsektor.

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