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Die UBS braucht einen Performance Incentive Plan’ wie die Credit Suisse – doch sie bekommt keinen

Wie letzte Woche bekannt geworden ist, dürften einige hundert Managing Directors der Credit Suisse so manche höchst lukrative Auszahlung aus dem “Performance Incentive Plan” (PIP) erhalten, der vor fünf Jahren eingeführt worden ist.

Es spricht alles dafür, dass das PIP etwas mit dem jetzigen UBS-Chef Oswald Grübel zu tun hat, der von 2003 bis 2004 gemeinsam mit John Mack als CEO die CS leitete und von 2004 bis 2007 allein die Verantwortung trug.

Grübel bemüht sich jetzt redlich, das UBS-Investmentbanking durch eine Wiederbelebung des Bereiches Fixed Income, Currencies und Commodities (FICC) auferstehen zu lassen. Das vorrangige Ziel besteht darin, die Erträge aus dem Fixed Income von 900 Mio. in 2009 auf 8 Mrd. Franken zu steigern.

Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Grübel erfolgreich sein könnte. Denn die Erträge aus dem Fixed Income werden sich im ersten Quartal wahrscheinlich leicht unterhalb von 2,5 Mrd. Franken bewegen.

Dennoch steht Grübel bei der UBS vor einigen Herausforderungen. Gerüchten zufolge soll das Personal aus dem Aktienhandel übelnehmen, dass ein Haufen Geld über dem Fixed Income ausgeschüttet wird. Überdies verfügt die Investmentbank über eine kaum zu beherrschende Vergütungsquote von 81 Prozent.

Daher wäre es jetzt an der Zeit, die Wonnen des Credit Suisse PIP-Programms auch der UBS zu eröffnen: Das hätte den Vorteil, die Mitarbeiter an die Bank zu binden; es würde keine unmittelbaren Kosten verursachen, und könnte – falls sich die Investmentbank, wie von den Analysten von KBW, erwartet erholen sollte – einige bedeutsame Vorteile bieten, die Spitzenkräfte vom Weggang abhalten.

Grübel ist sicherlich vom Credit Suisse PIP eingenommen. Am vergangenen Wochenende hat er sogar die großen Summen verteidigt, die jetzt ausbezahlt werden. Damit würden die Leute belohnt, die die Bank dorthin gebracht hätten, wo sie heute steht, sagte der UBS-Chef.

Die (weniger großzügigen) UBS-Pendants zum PIP

Tatsächlich verfügt die UBS über etwas dem Credit Suisse PIP nicht ganz unähnliches. Der aktuelle Geschäftsbericht für 2009 offenbart sowohl einen Performance Equity Plan (PEP) als auch einen Incentive Performance Plan (IPP) für Führungskräfte. Beide Programme sind an die Entwicklung des Aktienpreises und und des ROE gebunden. Ähnlich wie das PIP der Credit Suisse wird das IPP nach fünf Jahren fällig.

Doch während das Credit Suisse-Programm nach oben hin offen ist, scheinen die jüngsten Pläne der UBS gedeckelt zu sein.

Während sich der sogenannte Multiplikator im Programm der Credit Suisse auf 4,8 beläuft, ist der Faktor im UBS-PEP auf 2 und im UBS-IPP auf 3 begrenzt. Daher werden die Spitzenkräfte der UBS definitiv nach fünf Jahren belohnt, falls die Bank die Performance-Kriterien erfüllt. Allerdings dürften die Zahlungen von teilweise über 15 Mio. Franken wie bei der Credit Suisse höchst unwahrscheinlich sein.

“Für die UBS wäre es eindeutig sinnvoll, ein Programm ähnlich dem Credit Suisse PIP einzuführen, doch diese Form der unbegrenzten Gewinnbeteiligung dürfte in dem gegenwärtigen politischen Klima kaum zu vermitteln sein”, sagt der KBW-Analyst Matt Clarke. Obgleich es für das Führungspersonal der UBS unerfreulich ist, dürfte Clarke recht behalten.

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