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Bundesarbeitsgericht streicht Investmentbankern die Boni

13 ehemalige Investmentbanker der Dresdner Bank können sich endgültig von ihren Boni für 2008 verabschieden. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat am heutigen Donnerstag (13. Oktober) die Revision der Banker endgültig abgelehnt.

Die ehemaligen Mitarbeiter der Dresdner Bank hatten dagegen geklagt, dass die Commerzbank den Investmentbankern nach der Übernahme der ehemaligen Allianz-Tochter die Boni für 2008 um 90 Prozent zusammenstrich.

Die Commerzbank hatte die Kappung der Boni mit dem Verlust von über 6 Mrd. Euro begründet, den die Dresdner Bank vor allem durch Einbußen im Kapitalmarktgeschäft in 2008 verkraften musste.

Der Fall hatte bundesweit für Unmut gesorgt, weil die Banker trotz horrender Verluste auf die Auszahlung der “erfolgsabhängigen” Vergütungsbestandteile bestanden hatten. Kritiker sahen hierin eine Pervertierung des Leistungsprinzips.

Mit dem Urteil folgten die Richter im Wesentlichen der Rechtsauffassung der Commerzbank. Die Bank musste während der Finanzkrise durch eine Teilverstaatlichung vor dem Untergang bewahrt werden. Seither vertritt das Institut vor allem gegenüber den ehemaligen Investmentbankern der Dresdner Bank eine harte Haltung, was die damalige Bonuspolitik betrifft.

“Auch in den noch anhängigen Verfahren im Ausland werden wir weiterhin unsere Position konsequent vertreten”, kündigte eine Commerzbank-Sprecherin an. In London müssen die Gerichte noch über zwei Sammelklagen von mehr als 100 ehemaligen Investmentbankern der Dresdner Bank entscheiden.

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