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Eine Karriere auf IT-Architektur aufbauen

Neue, einfach zu benutzende Entwicklungs-Tools und Großprojekte führen bei Finanzunternehmen zu einer großen Nachfrage nach begabten Systemarchitekten.

Gregory Brill, Präsident von Infusion Development und Herausgeber des Buchs “CodeNotes for .NET”, behauptet: “Mit .NET kann jeder Dummkopf sagen Ja, ich kann Web-Services anbieten’, aber das bedeutet noch lange nicht, dass er die IT-Infrastruktur versteht oder dass er sie sicher machen kann.”

Die IT-Architektur werde zunehmend wichtiger, bestätigt Bob Deissig, Partner bei The Ayers Group in New York. “Unternehmen neigen dazu, eine Menge verschiedener Technologien zu verwenden, und wenn Sie nicht gut darin sind, diese im Vorhinein in eine ordentliche Architektur zu implementieren, passen die einzelnen Teile manchmal einfach nicht zusammen,” berichtet er. Heterogene Systeme zusammenzustellen oder eine neue Technolgie zu migrieren, kann schwierig sein.

Deissig beklagt, dass er keine formalen Ausbildungsprogramme für Systemarchitektur kennt. Systemarchitekten sind oft ursprünglich Netzwerktechniker oder UNIX- bzw. NT-Administratoren.

“Manch einer interessiert sich auf einmal für Infrastruktur-Architektur und für das Zusammensetzen der einzelnen Komponenten,” berichtet Deissig. Schlaue Leute, die eine strategischere Sicht der Dinge in Bezug auf Business und Technologie haben, zieht es in die Systemarchitektur. Learning by doing ist weit verbreitet.

Und er fügt hinzu, dass das eine gute Methode ist, um in der Gehaltshierarchie nach oben zu steigen.

“Gute Systemarchitekten werden in der Regel ganz gut bezahlt. Es hängt auch davon ab, wie lange sie schon dabei sind, aber die typische Gehaltsspanne für einen Systemarchitekten liegt bei einer Basis zwischen 125.000 und 175.000 US-Dollar (96.000 bis 135.000 Euro),” erklärt er. Weil Systemarchitekten systemübergreifend arbeiten sei ihre Arbeit oft auch interessanter.

Deissig berichtet, IT-Architekten arbeiteten mit verschiedenen Lieferanten und mit unterschiedlichen Organisationseinheiten auf der technischen Seite. “Sie müssen mehr als ein Techniker sein,” meint Deissig. “Sie müssen gut im Aufbau von Beziehungen sein und darin, die Leute von Strategie und Architektur zu überzeugen.”

Dino Grigorakakis, regionaler Vice President für Beratungsdienstleistungen bei Robert Half International in New York, sieht jedoch im Moment keine große Nachfrage nach Systemarchitekten.

“Vor der Rezession waren Systemarchitekten richtig begehrt. Ich erwarte jedoch für die Zeit nach dem derzeitigen Down-turn eine größere Nachfrage,” erklärt er. In der Finanzbranche werden derzeit Leute angestellt, die sich mit Microsoft-Systemen auskennen, so Grigorakakis. “Im Moment beobachten wir viel praxisbezogene Arbeit – Serveroptimierung, Arbeit mit Active Servern und Exchange Servern – also mit Dingen, die anfallen, wenn Firmen von einem Betriebssystem zum anderen wechseln.”

Wer überwacht das Ganze? Grigorakakis ist sich da nicht sicher. “Ich kann nur annehmen, dass der CIO oder eine andere Person hoch oben in der Unternehmenshierarchie den Systemarchitekten spielt.”

Unternehmen, die von UNIX zu Windows wechseln, können Systemarchitekten gut gebrauchen. “Sie brauchen in der Übergangszeit einen erfahrenen Systemarchitekten als Berater, jemanden, der sich mit der vorherigen Systemumgebung auskennt und der etwas von .NET versteht,” sagt Brill von Infusion Development. ” Der Systemarchitekt sollte in der Lage sein, den Leuten neue Denkmuster nahezubringen. Sie wollen ja nicht mit einer neuen Technologie enden, die die alten Denkmuster nur schlecht kopiert.”

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