Auch bei der LBB drücken die Griechenland-Abschreibungen auf die Portemonnaies der Mitarbeiter

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Auch bei der Landesbank Berlin (LBB) drücken die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen das Ergebnis ins Minus. Die Wertpapiere mit einem Nominalwert von 232 Mio. Euro stehen jetzt nur noch mit 50 Prozent in den Büchern. Nach der Bankenabgabe von 30 Mio. Euro musste die LBB somit in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust von 28 Mio. Euro verkraften, wie das sparkasseneigene Institut am heutigen Freitag (4. November) mitteilte. Im Vorjahr hatte die Landesbank noch einen Gewinn von 215 Mio. Euro eingestrichen.

Kein Wunder, dass LBB-Chef Johannes Evers nicht gut auf die Hellenen zu sprechen ist: "Die Entwicklung ist besonders ärgerlich, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sehr gute Arbeit im Kundengeschäft geleistet haben. Die Staatsschuldenkrise und die damit verbundenen Entwicklungen an den Finanzmärkten haben uns das Ergebnis verhagelt."

Diese Entwicklung bekommen auch die knapp 6000 Mitarbeiter der Landesbank zu spüren. So sank der Personalaufwand pro Kopf in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf knapp 63.000 Euro.

Der Vorsteuergewinn im Privatkundengeschäft legte um 13,5 Prozent auf 109 Mio. Euro zu. Dagegen purzelten die Gewinne im Geschäft mit Firmenkunden um 8 Prozent auf 69 Mio. und im Immobiliengeschäft um 5,5 Prozent auf 128 Mio. Euro.

Laut einer Unternehmensmitteilung sehen die Zukunftsaussichten ebenfalls düster aus: "Eine nachhaltige Entspannung ist angesichts der wirtschaftlichen Lage in mehreren EU-Ländern und der sich abschwächenden Konjunktur nicht in Sicht. In Anbetracht der seit dem zweiten Quartal unverändert hohen Ergebnisbelastungen, ausgelöst durch die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und die entsprechenden Belastungen unsere kapitalmarktorientierten Geschäftsaktivitäten, wird der Konzern seine ursprünglichen Ergebnisziele für 2011 verfehlen."

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