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Schweizer Lösung: Neuer UBS-Chef Sergio Ermotti will Synergien heben (und Stellen streichen)

Mit seinem Vorschlag zur Restrukturierung der UBS scheint Sergio Ermotti den Verwaltungsrat überzeugt zu haben. Denn das Aufsichtsgremium ernannte den 51jährigen Tessiner am heutigen Dienstag (15. November) zum permanenten UBS-Chef.

Die neue Strategie soll an einem Investorentag am kommenden Donnerstag (17. November) in New York präsentiert werden. Dennoch spricht die Berufung des Schweizers an die Spitze der UBS für eine engere Anbindung des Investmentbankings an das Wealth Management bei dem Schweizer Bankenriesen.

Ermotti lehnte es bei der Pressekonferenz ab, die UBS auf die Bereiche Wealth Management und Swiss Banking zu reduzieren. Vielmehr hielt der Tessiner an der Investmentbank fest; er wolle die Synergien zwischen Wealth Management und Investmentbanking heben.

Die UBS hatte sich in der Vergangenheit um das Geschäft mit Ultra high net worth individuals (UHNWI) bemüht. Bei dieser höchstvermögenden Klientel reichen oftmals keine reinen Wealth Management-Dienstleistungen aus, sondern es werden verstärkt Investmentbanking-Services nachgefragt. Damit hat die UBS einen Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Privatbanken.

Ermotti scheint indes am umstrittenen Chef des UBS-Investmentbankings Carsten Kengeter festzuhalten. Der Tessiner bezeichnete Kengeter als integralen Bestandteil seines Teams, der am kommenden Donnerstag die Zukunftsstrategie für das UBS-Investmentbanking in New York präsentieren werde.

Doch zwischen den Zeilen deutete Ermotti bereits eine Bilanzverkürzung und Personalabbau im Investmentbanking an. “Eine fokussierte, weniger komplexe und weniger kapitalintensive Investmentbank und unser Asset Management sind ebenfalls zentrale Elemente für den Ausbau unserer Marktstellung im Wealth Management”, sagte Ermotti.

Kengeter hatte kürzlich davon gesprochen, die Kosten wie ein “jüdischer Ladeninhaber” zu kürzen, worin viele Beobachter eine antisemitische Äusserung sahen.

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