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Swiss Re streicht weltweit rund 1.160 Jobs

Der weltgrößte Rückversicherer Swiss Re will weltweit zehn Prozent der 11.560 Stellen streichen. Bereits anlässlich der Bilanzvorlage am 19. Februar hatte das Unternehmen angekündigt, 2009 und 2010 jeweils mindestens 200 Mio. Franken sparen zu wollen – vor allem durch eine Zentralisierung in der Buchhaltung und Informationstechnik, aber auch durch Einschnitte bei externen Beratern.

Der seit Februar amtierende Konzernchef Stefan Lippe glaubt offenbar – wie der neue UBS-Chef Oswald Grübel – nicht an ein rasches Ende der Finanzkrise und holt deshalb gleich zu Beginn seiner Amtszeit die Axt heraus.

Details zum Abbau will der Konzern nach Angaben eines Sprecher aber erst bekanntgeben, wenn die Beschäftigten direkt informiert sind. Wie viele Stellen in der Schweiz von den Entlassungen betroffen sein werden, stehe noch nicht fest. Parallel zu den Mitarbeitern werden die Sozialpartner informiert und das obligatorische Konsultationsverfahren eingeleitet.

Nach Angaben des Sprechers werde Swiss Re versuchen, den Großteil der Stellen sozialverträglich durch “natürliche Fluktuation”, interne Wechsel und Frühpensionierungen abbauen, es werde aber auch zu Entlassungen kommen.

Der Personalabbau erfolgt im Rahmen der Neuausrichtung von Swiss Re. Der Konzern war im vergangenen Jahr wegen Milliarden-Abschreibungen auf komplizierte Finanzkonstruktionen und risikobehaftete Wertpapiere tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem neuen Chef will sich der Konzern wieder auf das profitable Kerngeschäft konzentrieren und seine Kapitalausstattung stärken.

Inwieweit sich der heute angekündigte Stellenabbau auf die Vakanzen auf der Firmenwebseite auswirken, alleine für die drei Schweizer Standorte sucht der konzern rund 170 Mitarbeitende, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

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