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U’ve Been Split?

Die Subprime Krise beutelt nicht nur weltweit Finanzmärkte, sie zwingt auch den Branchengoliath UBS in die Knie.

Der rasante Aktienkursverfall der UBS zeigt, dass die Investoren dem Schweizer Bankhaus massiv das Vertrauen entzogen haben. Der Bittgang nach Singapur, um frisches Eigenkapital zu beschaffen, könnte sogar für den ganzen Finanzplatz Schweiz einen fatalen Know-how-Drain zur Folge haben.

Und wie sieht es überhaupt bei der Bank selbst aus? Kommt sie unverändert durch die Krise oder erleben wir die letzten Tage der bisherigen UBS?

Nicht umsonst witzelte Anfang der Woche die “Financial Times” mit einer Abänderung des Logos in U’ve Been Split, du wurdest aufgeteilt. Die totale Abspaltung des Investment-Bankings könnte für die Zukunft eine klare Trennung zwischen der Vermögensverwaltung und dem Investment-Banking zementieren. Die Verluste der einen Firma könnten nicht mehr das makellose Image der anderen touchieren.

Zunächst aber ist die Frage offen, wer bei der UBS als nächstes geht. Ist es Marcel Ospel, der als letzter von der bisherigen Führungsriege noch im Amt ist, oder sind es einige tausend Mitarbeiter? Die “Sonntagszeitung” berichtete davon, dass bis zu 8.000 Stellen weltweit gestrichen werden sollen.

Immerhin beeilte sich die UBS um ein deutliches Dementi, wie sie auch von einer Aufspaltung der Bank nichts wissen will. Doch eins ist klar: “Die Boom und Rekordjahre sind vorbei”. Das sagte der St. Galler Bankenprofessor Beat Bernet jüngst in “Cash Daily”.

Für die UBS kommt der Tag der Wahrheit gleich zweimal. Zuerst mit der Generalversammlung am 23. April und dann am 6. Mai, wenn der Erstquartalsausweis ansteht. Wird es die UBS dann überhaupt noch in der bisherigen Form und Personalstärke geben – oder müssen Aktionäre und Mitarbeiter durch neue Fegefeuer gehen?

Kommentare (2)

Comments
  1. Ich glaube nicht, dass sich bei der UBS viel ändern wird. Darüber wird in jeder Krise nur viel geredet. Wahrscheinlich müssen wieder die Angestellten die Sache ausbaden.

  2. Die Manager beachten die Risiken nicht genügend und denken nur an den kurzfristigen Profit, damit sie sich saftige Boni auszahlen können. Und wenn dann das Schiff sinkt, wird erst die Mannschaft entlassen, und der Kapitän verdient weiterhin dicke Kohle …
    Das Management hat ganz offensichtlich versagt und bleibt trotzdem am Steuer.

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