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Blick ins Portemonnaie: Was Aktuare so verdienen

Aktuare

Wer kein profundes Zahlenverständnis mitbringt, sollte kein Aktuar werden.

Im Banking stehen für gewöhnlich die Investmentbanker an der Spitze der Nahrungskette. In der Versicherungsbranche sind dies u.a. die Aktuare. Dabei handelt es sich gewissermaßen um die Elite der Versicherungsmathematiker, die nach dem Studium eine mindestens dreijährige Fortbildung zum Aktuar durchlaufen haben. Da Gesetzgeber Versicherern, Bausparkassen und Anbietern von Altersvorsorgeprodukten die Beschäftigung von Aktuaren vorschreiben, besteht an Jobchancen kein Mangel, eher an Kandidaten.

Aktuare verdienen mehr als 88.000 Euro im Jahr

Die Gehälter können sich durchaus sehen lassen, vor allem da die Arbeitszeiten gegenüber Sparten wie dem Investmentbanking moderat ausfallen. Laut dem neuen “Gehaltsbarometer 2017” der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) rangieren die Vergütungen hierzulande zwischen 33.470 und 980.0000 Euro. Die Wahrheit liegt wie so häufig in der Mitte. So hat jeder der knapp 5000 Aktuare 2016 durchschnittlich 88.180 Euro eingestrichen; das arithmetische Mittel lag bei 74.500 Euro. Dabei spielen Boni mit durchschnittlich 8 Prozent der Gesamtvergütung bei Aktuaren nur eine untergeordnete Rolle.

Für ihr Gehaltsbarometer konnte die DAV immerhin die Angaben von über 1800 Teilnehmern berücksichtigen. Da es hierzulande keine 5000 Aktuare bzw. Aktuare in Ausbildung gibt, handelt es sich also um die wohl detaillierteste und verlässlichste Erhebung, die in deutschen Finanzdienstleistungen zu haben ist. Daher zählt das Gehaltsbarometer auch stolze 137 Seiten.

Die Unterschiede zwischen den Hierarchiestufen fallen indes erklecklich aus: Während Fachkräfte sich mit durchschnittlich 72.040 Euro (Median 68.180 Euro) begnügen mussten, waren es im hohen Management 252.300 Euro (Median 180.000 Euro). In der folgenden Tabelle sind die Gehälter von Aktuaren und Aktuaren in Ausbildung berücksichtigt.

Neben der Verteilung über die unterschiedlichen Hierarchiestufen ist auch diejenige nach Berufsjahren interessant. Demnach legt die durchschnittliche Vergütung der voll ausgebildeten Aktuare im Laufe der Berufjahre von 77.710 Euro (Median 74.330 Euro) auf 146.900 Euro zu (Median 146.500 Euro). Vergütungen von über 500.000 Euro sind aber bereits ab sechs Jahren Berufserfahrung möglich. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung beginnt das maximale Vergütungspotenzials sogar wieder zu sinken.


Kommentare (1)

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  1. Hallo! Ist es moeglich fuer Amerikaner als Aktuar in Oesterreich zu arbeiten? Gibt es irgendwelche Gesetze dagegen? Danke

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