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Überraschung: UBS-Mitarbeiter scheinen noch nicht die Flucht zu ergreifen

Der Bonuspool des europäischen Investmentbankings der UBS dürfte dahin sein, ebenso wie die 200 Mio. Dollar Kostenersparnis im Rahmen des beschlossenen Sparprogramms. Daher müsste eigentlich die Zahl der Mitarbeiter in die Höhe schnellen, die Reißaus nehmen wollen. Doch dies scheint nicht der Fall zu sein.

Da die UBS für jeden ihrer Investmentbanker durchschnittlich rund 380.000 US-Dollar aufwendet, müsste das Unternehmen etwa 6000 Stellen streichen, um die Verluste aufzufangen. Dennoch beobachten Londoner Headhunter keinen Anstieg von Bewerbungen von UBS-Mitarbeitern aus den Bereichen Equities und Fixed Income Sales und Trading.

“Von der UBS hat sich eine Person bei mir gemeldet”, sagt ein führender Equities-Headhunter in London. “Die UBS-Mitarbeiter, mit denen wir bereits sprechen, drängen nicht darauf, schnell wegzukommen. Die meisten Leute warten ab, wie das Spiel ausgeht”, sagt ein auf Fixed Income spezialisierter Headhunter.

Das eigentliche Problem scheint im Mangel an Alternativen zu bestehen. Denn bei den meisten Banken herrscht in den Geschäftsbereichen Equities und Fixed Income Einstellungsstopp. Selbst die Citigroup, die bislang in diesem Jahr die meisten Leute in London anheuerte, will ihre Neueeinstellungen auf geschäftskritische Positionen beschränken.

“Falls Sie jetzt die UBS verlassen wollen, wohin wollen Sie dann gehen?”, fragt der Equities-Headhunter. “Die meisten Mitarbeiter werden eher bis zum ersten Quartal warten und dann zu einer guten Adresse wechseln, als jetzt die Nahrungskette hinab zur Société Générale oder anderswohin zu gehen”, ergänzt der Headhunter.

“Der Markt ist sehr eng”, sagt ein anderer senior Equities-Headhunter. “Mit diesem Verlust wächst die Unsicherheit bei den UBS-Mitarbeitern, allerdings gibt es keine Angebote. Niemand stellt jetzt ein.”

Laut einem Headhunter würden in Fixed Income Sales und Trading noch viele UBS-Mitarbeiter über Garantiboni verfügen. “Sie haben noch im ersten Quartal eingestellt und Garantiboni angeboten”, ergänzt der Headhunter. Falls dies zutreffen sollte, dann dürfte der Bonuspool für die restlichen Mitarbeiter noch kleiner ausfallen.

Unterdessen haben sich einige der Delta One-Mitarbeiter beeilt, sich von Kweku Adoboli zu distanzieren. “Ich habe damit absolut nichts zu tun”, beteuert ein Mitarbeiter. “Mich kränkt, was geschehen ist und ich möchte es unmissverständlich klarstellen, dass dies mit mir absolut nichts zu tun hat.”

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