Trotz schlechterer Resultate verdienen Investmentbanker mehr als Private Banker

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Die Berater von vermögenden Privatkunden zählten schon immer zu den vergleichsweise schlecht bezahlten Bankern. Nur die Kassenkollegen in den Bankfilialen verdienen noch weniger.

Das müsste in diesem Jahr eigentlich anders sein. Schließlich schneidet das Private Banking bei den Großbanken deutlich besser ab als das krisengeschüttelte Investmentbanking.

Wohl gemerkt müsste. Tatsächlich fördert ein Blick auf die jüngsten Quartalszahlen das Gegenteil zutage. Investmentbanker verdienen immer noch erheblich mehr als sie verdienen dürften.

Interessanterweise bezahlt ausgerechnet die Credit Suisse ihre Private Banker am schlechtesten. Zwar hat jeder Mitarbeiter von Januar bis September durchschnittlich Erträge von 395.000 Franken erwirtschaftet, der Verdienst war mit durchschnittlichen 139.000 Franken aber vergleichsweise bescheiden.

Die Credit-Suisse-Kollegen im Investmentbanking haben dagegen lediglich Pro-Kopf-Erträge von 128.000 Franken hereingeholt, werden aber trotzdem im Schnitt mit je 266.000 Franken honoriert.

Nicht viel besser sieht die Situation bei der Deutschen Bank aus. In den ersten neun Monaten verdienten die Mitarbeiter des Bereichs Private Banking and Wealth Management pro Kopf 65.000 Euro. Dabei hat jeder von ihnen 219.000 Euro erwirtschaftet.

Die Mitarbeiter des Bereichs Corporate and Investment Bank haben zwar mit 392.000 Euro Erträge erwirtschaftet, die 78 Prozent über dem Niveau der Kollegen im Private Banking lagen. Ihr Einkommen überstieg das der Kollegen aber um satte 220 Prozent.

Die einzige Bank, die die Private Banker entsprechend der Wertschöpfung bezahlt, scheint die UBS zu sein. In den ersten neun Monaten verdienten die UBS-Vermögensberater pro Kopf 86 Prozent mehr als die Investmentbanking-Kollegen.

Das liegt natürlich am zusammengebrochenen UBS-Investmentbanking. Während die UBS-Private-Banker pro Kopf Erträge von 1,4 Mio. Franken verzeichneten, verbuchten die Investmentbanking-Kollegen ein Minus von 1,1 Mio. Franken - pro Kopf.

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