☰ Menu eFinancialCareers

Mitarbeiterzahl der Deutschen Bank im Vergleich zum Vorjahr gewachsen

Überraschendes von der Deutschen Bank. Deutschlands Branchenprimus hat im ersten Quartal nicht nur einen Millliardengewinn aus dem Handel mit Anleihen eingefahren und den Vertrag von Vorstandschef Josef Ackermann um drei Jahre bis 2013 verlängert. Darüber hinaus hat das Institut die Zahl der Mitarbeiter auf dem Heimatmarkt gesteigert und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Napier Scott.

Ende März waren 28.054 Menschen bei Deutschlands Branchenprimus auf Vollzeitbasis angestellt. Vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 27.942. Dagegen ist die Mitarbeiterzahl weltweit in der ersten drei Monaten mit 80.277 leicht rückläufig gewesen (Vorjahr: 80.456).

Die größten Einschnitte im Vergleich zum Vorquartal musste der Bereich “Corporate and Investment Bank” hinnehmen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten fiel von Januar bis März weltweit um 543 auf 14.445. Ende März 2008 arbeiteten in diesem Bereich noch 15.567 Mitarbeiter. Diese Zahl wurde noch durch den gleichzeitigen Mitarbeiteranstieg im Geschäft mit dem Transaktionsbanking abgefedert.

“Im Investment Banking konnten wir für Wachstumsbereiche hoch qualifizierte Talente gewinnen”, heißt es im Lagebericht. Die Bank habe ihre Bilanz verkürzt und Personal sowie Kapital aus den von der Finanzkrise am schwersten getroffenen Geschäften in solche mit vielversprechenden Aussichten verlagert – vor allem in den Wertpapierhandel und -verkauf.

Wie aus der Präsentation von Finanzvorstand Stefan Krause hervorgeht, ist die Zahl der Mitarbeiter im von der Finanzkrise besonders hart getroffenen Bereich Global Markets seit dem Höhepunkt 2007 um 32 Prozent gesunken.

Von Zukäufen im Investmentbanking will das Institut nichts wissen. Zu gross seien die rechtlichen Risiken, zu gering der Nutzen. Statt dessen steht die Übernahme von kompletten Konkurrenz-Teams weiter auf der Tagesordnung.

Der Bereich “Private Clients and Asset Management” verzeichnete im Vergleich zum 31.12.2008 einen Personalrückgang von drei Vollzeitpositionen auf 32.280. Im Ausblick kündigte das Institut aber an, sich auf das Kostenmanagement im Asset and Wealth Management “angesichts des schwierigen Ertragsumfelds” zu konzentrieren. Auf deutsch: Hier werden im Laufe des Jahres wie zum Teil bereits angekündigt Stellen im Fondsmanagement weg.

Tatsächlich ist die Mitarbeiterzahl im Fondsgeschäft im ersten Quartal bereits weltweit um 168 auf 7.567 gesunken. Während dessen hat die Zahl der Beschäftigten im Privat- und Firmenkundenschäft weltweit um 165 zugenommen.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier