Die Aussichten von Quereinsteigern haben sich deutlich gebessert

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Die Berufsaussichten für Quereinsteiger auf dem Arbeitsmarkt haben sich in vergangenen Jahren deutlich aufgehellt. Das meint jedenfalls der Geschäftsführer von Kienbaum, Tiemo Kracht.

Viele Unternehmen hätten lange einen Tunnelblick gehabt, sagte Kracht in einem Interview mit der FAZ. Inzwischen hat sich aber der Wind gedreht. Einerseits gehe wegen der schrumpfenden und alternden Gesellschaft die Zahl fachlich geeigneter Kandidaten dramatisch zurück, was im Fach- und Führungskräftemangel bereits spürbar sei, so der 43jährige.

Andererseits wachse die Erkenntnis, dass nicht nur die Ausbildung und Erfahrung von Kandidaten zähle, sondern vor allem Persönlichkeit, Charakter, Kreativität und Management-Kompetenz.

Kracht, bis vor seinem Wechsel zu Kienbaum vor zwei Jahren Deutschland-Chef der Executive-Search-Gesellschaft Heidrick & Struggles, wich der Frage aus, welche Branchen besonders gut für Quereinsteiger eignen.

Statt dessen nannte er die Sektoren, in denen es für Quereinsteiger weiter schwierig sei, vor allem technische Berufe, bei denen eine ingenieurs- oder naturwissenschaftliche Ausbildung unabdingbar ist: Maschinen- und Anlagenbau, Informationstechnologie, Telekommunikation oder Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch das Segment der Chemie- und Pharmaindustrie.

Doch selbst in diesen Branchen gibt es nach Ansicht von Kracht Nischen wie Unternehmenskommunikation, Marketing, Vertrieb oder Unternehmensentwicklung, die für Quereinsteiger große Karrierechancen versprechen.

Dass die Chancen in der Bankenbranche gerade für Quereinsteiger gut sind, bestätigte der Experte indirekt mit einem Verweis auf das seit jeher durchlässigere angelsächsische Bildungssystem.

Dort seien Karrieren durch den "Sprung ins kalte Wasser" geprägt. Quereinsteiger trainieren so quasi von Anfang an, sich in neue Aufgabenfelder und Sachverhalte einzuarbeiten. Das sei bereichernd für den einzelnen, aber auch für die Unternehmen, weil sie ihre Leute sehr breit einsetzen könnten.

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