Bachelors übertrumpfen Fachhochschüler

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Die Absolventen wirtschaftlicher Bachelor-Studiengänge liegen im Einstiegsgehalt vor Fachhochschulabsolventen. Gehälter von Uni-Absolventen steigen deutlich.

Die aktuelle Studie "Absolventengehälter 2008" der IG Metall, die im dritten Quartal 2007 die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von über 3.000 neu eingestellten Jung-Akademikern in der Automobil-, Elektro-, IT-, Maschinenbau-, Stahl- und Telekommunikationsbranche erfasst, zeigt interessante Gehaltsentwicklungen auf.

Die Jahresgehälter von jungen Akademikern, die wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge absolviert haben, steigen deutlich - wenn das Studium an einer Universität stattgefunden hat. Uni-Absolventen eines BWL- oder VWL-Studiengangs verdienen der Studie zufolge im Vergleich zur Vorjahreserhebung im Mittel rund 6,5 % mehr. Damit steigen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter dieser Gruppe auf 43.631 €.

Der im vergangenen Jahr auf rund 1% zusammengeschmolzene Gehaltsvorsprung der Berufseinsteiger mit Diplom- oder Masterabschluss gegenüber den Absolventen von Fachhochschulen ist wieder deutlich angestiegen. Schuld daran ist neben den gestiegenen Einstiegsgehältern der Uni-Absolventen auch ein Rückgang der Einkommen ehemaliger FH-Absolventen: Von 40.487 € im Vorjahr sanken deren Durchschnittsgehälter Ende 2007 um 3,12 % auf nur noch 39.223 €.

Bachelor-Geälter im Aufwind

Weiter im Aufwind befinden sich hingegen die Einstiegsgehälter von Bachelors: Nach einem fünfprozentigen Anstieg im Vorjahr konnten die Gehälter auch Ende 2007 um knapp 1,9 % auf 40.236 € leicht steigen. Damit lagen die Einkommen dieser Gruppe erstmals sogar noch vor denen der Fachhochschüler.

Diese Ergebnisse bestätigen eines der Resultate einer Gehaltsstudie der auf akademische Nachwuchskräfte spezialisierten Personalberatung alma mater aus Anfang 2007, in der rund die Hälfte der befragten Unternehmen angaben, Bachelors gleich vergüten zu wollen wie Diplomabsolventen.

"Wir deuten dieses Ergebnis dahingehend, dass ein nennenswerter Anteil der Unternehmen mit den "neuen" Absolventen erst noch mehr Erfahrung im Auswahlprozess sammeln muss", so Jürgen Bühler von alma mater. "Viele Firmen haben sich mit der neuen Situation noch nicht ausreichend auseinandergesetzt. Bislang hat es wohl zu wenige Praxisfälle gegeben."

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