Tagebuch eines Investmentbanking-Praktikanten - erste Woche

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Die erste Woche in meinem Investmentbanking-Praktikum hat begonnen.

Am ersten Tag komme ich pünktlich um 9 Uhr in die Bank. Irgendwie ist es wie am ersten Uni-Tag. Jeder versucht einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Wir sind zwar alle ein bisschen schüchtern, aber die Aura, die diesen ersten Tag umgibt, verwandelt uns schon bald in eine geschwätzige Bande.

Der Tag beginnt mit einer Serie von Gesundheits-, Sicherheits- und Compliance-Hinweisen. Das war alles nicht wirklich spannend, aber ich habe es irgendwie geschafft, aufmerksam zu bleiben. Die Moral von der Geschichte: Sprich nie über Vertrauliches mit einem Außenstehenden - auch nicht mit Deiner Mutter - sonst musst Du ins Gefängnis.

Das Praktikum dauert zwölf Wochen, davon eine reine Trainingswoche. Nach einer Basis-Einführung geht das Training richtig los. Wir lernen Grundzüge der Bilanzierung, die Nutzung von Excel und andere Analysetechniken. Ich hätte nie gedacht, dass man so viele interessante Dinge mit Excel machen kann. Aber keine Sorge: Wenn man das Programm nicht kennt, dann verwandelt einen das Training in einen Experten!

Für jemanden wie mich, der keinen Wirtschafts-Hintergrund hat, war das Training in jeder Beziehung hilfreich. Die Materialmenge, die wir täglich bewältigten, war enorm. Wir wurden sogar in der Nutzung von professionellen Datenanbietern wie Bloomberg und Datastream geschult. Die meisten Programme sind sehr nutzerfreundlich und leicht zu verstehen, aber vermutlich ist die tägliche Anwendung der Schlüssel zum Erfolg.

Nun ist die erste Woche zu Ende. Es hat Spaß gemacht, und das hält hoffentlich bis zum Ende an. Am Montag sitzen wir an unseren eigenen Schreibtischen.

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