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Blick ins Portemonnaie: Was Berufseinsteiger bei Banken kassieren

In der Disziplin Lohndumping schneiden die Banken traditionell schlecht ab, was sicherlich einiges zum Reiz der Branche beiträgt. Diesen Befund bestätigt jetzt abermals eine Umfrage der Personalvermittlung für akademische Nachwuchskräfte alma mater unter 902 Unternehmen.

So pendeln die Einstiegsgehälter bei Banken, Versicherungen und Finance zwischen 38.370 und 47.000 Euro, wobei der Median bei 42.000 Euro liegt. Damit befinden sich die Einstiegsgehälter der Bankenbranche oberhalb des arithmetischen Mittels aller Einstiegsgehälter, das der Studie zufolge gut 40.000 Euro beträgt.

Besonders schlecht zahlen hingegen Medien, Zeitarbeit, öffentlicher Dienst und sonstige Dienstleistungen. Die Gehaltsspanne beläuft sich beispielsweise in der Tourismuswirtschaft auf magere 24.000 bis 30.000 Euro. Dagegen wird akademischer Nachwuchs in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Chemie sowie den Banken überdurchschnittlich entlohnt.

Kleinere Unternehmen zahlen weniger, bieten aber größere Chancen

Die Finanzdienstleister zahlen indes je nach Funktion recht unterschiedliche Gehälter, wobei die Einteilung der Funktionen von alma mater recht bankenunüblich ist. So beläuft sich das arithmetische Mittel im Bereich Forschung und Entwicklung der Banken – was immer das auch sein soll – auf 47.000 Euro, gefolgt von Einkauf (43.375 Euro), IT (42.831 Euro), Vertrieb (42.250 Euro), Finanzen (42.180 Euro), Personal (41.574 Euro) und Marketing (40.127 Euro). Für Trainees ließen Banken durchschnittlich 42.225 Euro springen.

Bei der Umfrage, wurde auch das Klischee bestätigt, dass größere Unternehmen ihre Berufseinsteiger großzügiger alimentieren als kleinere Unternehmen. Demnach beläuft sich das durchschnittliche Bruttojahresgehalt über alle Branchen hinweg in Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten auf 34.051 Euro und steigt dann sukzessive auf 43.438 Euro bei Großunternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten an.

“Dennoch sollten Berufseinsteiger beachten, dass es gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen interessante Möglichkeiten gibt, Berufserfahrung zu sammeln und recht früh Verantwortung zu übernehmen”, betonen die Autoren der Studie.

Bachelor erhalten etwa 2000 Euro pro Jahr weniger als Absolventen mit Master oder Diplom

Ein Unterschied zwischen Absolventen mit Diplom oder Master ließ sich kaum ausmachen. Über alle Branchen hinweg kassieren Absolventen mit derartigen Abschlüssen bei Großunternehmen durchschnittlich gut 44.000 Euro und bei Unternehmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern knapp 43.000 Euro. Dagegen mussten sich Bachelor durchschnittlich mit etwa 2000 Euro weniger im Jahr begnügen.

Bei den Vergütungen von Praktika und Abschlussarbeiten scheint den Banken das Portemonnaie indes nicht allzu locker zu sitzen. Nach der Studie zahlen die Banken für Praktika durchschnittlich magere 592 Euro pro Monat und 639 Euro für Abschlussarbeiten. Dagegen zeigte sich die Chemie mit 858 bzw. 792 Euro vergleichsweise generös.

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