☰ Menu eFinancialCareers

Nachwuchsbanker werden trotz Krise auch in Zukunft gesucht

Zuerst die schlechte Nachricht: Niemand weiß, wann die Finanzkrise ausgestanden ist. Jetzt die gute Nachricht: Auch in Zukunft werden Banker gebraucht. Die entscheidende Frage: Was müssen sie für einen erfolgreichen Einstieg mitbringen?

Arbeitgeber, die akademisch ausgebildete Banker suchen, konzentrieren sich hauptsächlich auf Betriebswirte. Wenn Stellenanzeigen Aussagen zum Studienschwerpunkt enthalten, dann steht das Fach Finanzierung im Vordergrund. Weitere bevorzugte Fächer sind Rechnungswesen, Controlling und Bankbetriebslehre. Etwa die Hälfte der Stellenangebote für Banker mit akademischer Ausbildung richtet sich an Bewerber mit Universitätsabschluss.

Berufseinsteiger sollten möglichst eine überdurchschnittlichen Note oder mit mindestens “gut” abgeschlossen haben – und dabei natürlich zügig studiert haben. Am häufigsten suchen Arbeitgeber nach Bankern, die sich mit Controlling, Bilanzierung, Finanzierung, Kundenberatung oder Risikomanagement auskennen. Auch Kenntnisse im Projektmanagement und der internationalen Rechnungslegung wie IAS und IFRS sind gefragt.

Bei den außerfachlichen Anforderungskriterien legen Bank-Arbeitgeber – unabhängig von der Tätigkeit – größten Wert auf selbstständige Arbeitsweise, Flexibilität, Kontaktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild.

Wer frühzeitig weiß, in welchen Branchen und Fachgebieten er nach dem Studium arbeiten will, sollte Wahlfächer, Studentenjobs und Praktika sowie Themen für die Examensarbeit entsprechend auswählen. Wichtig ist, planvoll vorzugehen, einen schriftlichen Nachweis der Engagements für die Bewerbungsmappe festzuhalten und in jeder Station ein Netzwerk von Kontakten zu knüpfen, das sich bei der späteren Jobsuche nutzen lässt.

Anknüpfungspunkte für Netzwerke ergeben sich aus der Mitgliedschaft in studentischen Vereinigungen an der jeweiligen Hochschule oder in Organisationen für Betriebswirte wie der Schmalenbach-Gesellschaft (SG) für Betriebswirtschaft, dem Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb) oder dem Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH). Eine weitere gute Möglichkeit, Praxis und spätere Arbeitgeber kennenzulernen, ist die aktive Mitwirkung bei studentischen Unternehmen oder bei der Durchführung von studentischen Veranstaltungen mit Firmenbeteiligung auf dem Campus.

Die Banken suchen laufend Vertriebskräfte. Dabei ist heute aber nicht mehr die Kenntnis des letzten Details aller bankeigenen Produkte gefragt, denn diese Informationen sind für jeden Berater in Echtzeit von jedem Computer abrufbar. Wichtig für Nachwuchskräfte im Vertrieb: Sie müssen vor allem den Verkaufsprozess selbst möglichst perfekt beherrschen. Das bedeutet, sie müssen neue Kunden gewinnen, Kundenbindungen aufbauen und pflegen sowie die unterschiedlichen Finanz- und Beratungsbedürfnisse erkennen können.

Absolventen können bei großen Instituten meist zwischen verschiedenen Trainee-Programmen und dem Direkteinstieg wählen. Dabei haben sich die Trainee-Programme verändert: Sie dauern oft nur noch zwölf Monate und werden viel stärker als früher individuell auf die Teilnehmer – und mit ihnen gemeinsam – zugeschnitten.

Es wird erwartet, dass schon zu Beginn eine Festlegung für eine bestimmte Laufbahn getroffen wird. Entsprechend sind die Trainee-Programme spartenorientierter zugeschnitten als früher. Vielfach werden spezielle Programme in den Bereichen Privat-, Firmen- oder Immobilienkunden, institutionelle Kunden, Handel sowie Zentral- und Stabsbereiche (etwa Personal, Controlling oder Organisation) angeboten.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier