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Wie Hochschulabsolventen Stelleninserate richtig lesen!

Wer sich als Jung-Akademiker auf ein Inserat bewirbt, muss die Anzeige natürlich erst einmal richtig lesen. Klingt logisch, wird nach Ansicht von Personalchefs aber viel zu selten getan.

Nur wenn die Bewerber die Informationen richtig analysieren und in ihre Bewerbung einfließen lassen, haben sie die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben. Und darauf kommt es schließlich an. Vor allem, wenn man sich auf eine Stelle in Massenmedien bewirbt.

Dabei gilt: Je aufwändiger das Stelleninserat, desto anspruchsvoller und (vermutlich) besser bezahlt ist der Job. Die Sprache – gestelzt, salopp oder nüchtern – sagt übrigens auch etwas über die Kultur des Unternehmens aus.

Generell gilt: Stellenanzeigen spiegeln ein Wunschbild wider. Natürlich hätte jeder Arbeitgeber gerne ausschließlich Mitarbeiter, die fünf Sprachen beherrschen, mit dem Computer und anderen technischen Hilfsmitteln ins Bett gehen, dabei freudestrahlend-lächelnd von morgens 7 bis abends um 10 den Teamplayer geben und – last but not least – nicht zu viel verdienen wollen.

Die Wirklichkeit sieht selbstverständlich anders aus. Und in den allermeisten Fällen reicht es zunächst auch aus, wenn Sie die wichtigsten Anforderungen wie Englisch-Kenntnisse und Hochschulabschluss mitbringen.

Am besten Sie markieren sich die Merkmale, die das Unternehmen vermutlich (!) als Knock-Out-Kriterien ansehen. Das sind normalerweise Hinweise zur Fachrichtung, zu Abschlussnoten (“guter Abschluss” oder “Prädikatsexamen”), zur Berufserfahrung, zu Auslandsaufenthalten, zu Praktika und zu Sprachkenntnissen (“verhandlungssicheres Englisch”).

Wenn Sie feststellen, dass Sie eine, oder gar zwei “Essentials” nicht erfüllen, dann müssen Sie schon verdammt gute Argumente in Ihrem Lebenslauf vorweisen können, wenn Sie trotzdem nicht schon bei der ersten Durchsicht in den Rost fallen wollen.

Und wer sich als Berufsanfänger auf eine “Senior”-Position bewirbt, in der Hoffnung, damit sein zweifelsohne vorhandenes Selbstbewusstsein zu dokumentieren, darf sich nicht wundern, wenn er acht Wochen später das Briefchen oder die Email mit der “leider, leider”-Einleitung bekommt.

Seien Sie zurückhaltend, wenn Sie Stellenanzeigen sehen, die unklar formuliert sind und/oder das Unternehmen nicht nennen. Gleiches gilt für Inserate, die – vermutlich wegen hoher Fluktuation – nach wenigen Wochen immer wieder platziert werden.

Bei Chiffre-Anzeigen ist generell Vorsicht geboten. Oft ist nämlich nicht erkennbar, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Und es wäre mehr als peinlich, wenn Sie sich aus Unwissenheit bei Ihrem eigenen Arbeitgeber bewerben würden. Diese Klippe können Sie umschiffen, indem Sie zunächst nur eine Kurzbewerbung mit ihren wichtigsten Daten versenden und die vollständige Mappe (online oder gedruckt) auf Wunsch nachreichen.

Wenn der Inserent eine Telefonnummer angibt, ist das übrigens eine gute Möglichkeit mal kurz anzurufen, sich vorzustellen, das grundsätzliche Interesse zu dokumentieren und die eine oder andere Frage zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Personaler an Ihren Namen erinnert, ist so natürlich größer, als wenn Sie die Bewerbung ohne vorherige Kontaktaufnahme abschicken.

Íst der Inserent ein Headhunter, der im Auftrag eines nicht genannten Kunden nach passenden Kandidaten sucht, dann ist ein Telefonanruf natürlich Pflicht. Schließlich wollen Sie wissen, wie der Arbeitgeber heißt. Spätestens nachdem Sie sich vorgestellt und Ihren Lebenslauf in wenigen Sätzen präsentiert haben, sollte der Personalvermittler nicht nur sagen, für wen er sucht, sondern auch, ob Ihre Bewerbung überhaupt in Frage kommt. Tut er das nicht, ohne eine wirklich ausgefallene Begründung parat zu haben, dann sollten Sie sich die Mühe sparen.

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