"Verkaufsdruck" oder "Vertriebssteuerung": Tarifverhandlungen im ersten Anlauf geplatzt

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Der erste Anlauf bei den Tarifverhandlungen im Bankgewerbe ist am Montag im ersten Anlauf gescheitert. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 17. Mai stattfinden, wie die Gewerkschaft Verdi und der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGVBanken) jetzt mitteilten.

Ein Hauptgrund für das Scheitern scheint in den von Verdi geforderten Eingriffsrechten in die Vertriebspolitik bestanden zu haben. Die Arbeitnehmervertreter beklagen seit langem einen wachsenden Verkaufs- und Leistungsdruck im Retailbanking und fordern daher Eingriffsrechte.

"Die Verweigerungshaltung ist völlig unverständlich und verschärft die Probleme. Die Branche befindet sich in einer massiven Vertrauenskrise. Faire Arbeitsbedingungen und faire Beratungen kämen allen zu Gute", kritisiert Verdivorstand Uwe Foullong.

Dagegen wandte sich der AGAVBanken gegen tarifvertragliche Eingriffe in die Vertriebssteuerung, womit die Führungs- und Geschäftsentscheidungen in Frage gestellt würden. "Entscheidungen müssen die treffen, die auch für das Ergebnis verantwortlich sind - also die Geschäftsleitung", forderte AGAV-Verhandlungsführer Ulrich Sieber.

Auch bei den Themen Gehaltserhöhungen und Beschäftigungssicherung für die 240.000 Mitarbeiter der Landesbanken und des privaten Bankgewerbes in Deutschland sind sich die Tarifparteien nicht näher gekommen.

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