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Wieso Sie in Mainhattan besser aufgehoben sind als an der Wall Street

Für Gordon Gekko aus dem Kultfilm “Wall Street” spielte Frankfurt keine Rolle – was aus heutiger Sicht ein Fehler ist. Denn die Krise hat an dem US-Finanzzentrum tiefere Spuren hinterlassen als in Frankfurt.

Mithin fallen die jetzt vorgelegten Arbeitsmarktdaten der “Securities Industry and Financial Markets Association” für Ende Juni rabenschwarz aus. So waren in der New Yorker Finanzdienstleistungsbranche nur noch 157.400 Mitarbeiter beschäftigt, was der niedrigste Wert seit 1993 ist.

Dabei hatte die Wall Street in 2000 mit 200.100 Beschäftigten einen Spitzenwert erreicht. Von diesem Höhepunkt ist die Beschäftigung um insgesamt 21 Prozent eingebrochen. Allein seit August 2008 – der letzten Erhebung vor der Lehman-Pleite – stürzte die Beschäftigung um 17 Prozent ab. Allerdings lag der Abbau in den gesamten USA bei nur 8 Prozent.

Dagegen herrscht in Frankfurt geradezu Sonnenschein. So diagnostizieren die Volkswirte der Helaba in ihrem “Finanzplatz-Focus” im Mai einen nur moderaten Personalabbau in den Frankfurter Bankentürmen.

Demnach ist die Beschäftigung in Mainhattan zwischen Ende 2008 mit 76.000 um nur gut 2 Prozent auf 74.400 bis Ende 2009 eingebrochen. Insgesamt gehen die Helaba-Volkswirte von einem Personalabbau infolge der Finanzkrise von 6 Prozent bis 2012 aus, womit der Einbruch deutlich geringer ausfällt als in der Heimat Gordon Gekkos.

Für das vergleichsweise gute Abschneiden macht die Helaba die geringeren Auswirkungen der Subprime-Krise auf die deutsche Wirtschaft verantwortlich. “Auch der Trend zur Konzentration der deutschen Bankbeschäftigung auf den Finanzplatz am Main begrenzt den hiesigen Personalabbau”, heißt es in der Studie weiter.

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