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DZ Bank will bis 2011 mehr als zehn Prozent der Stellen streichen

Das genossenschaftliche Zentralinstitut DZ Bank will bis Ende 2011 rund 450
der etwa 4000 Arbeitsplätze streichen, sagte Aufsichtsratsmitglied und Verdi-Fachreferent Mark Roach.

Napier Scott.

Mit dem Stellenabbau spare die DZ Bank mehr als 100 Millionen Euro an Personal- und Sachkosten, sagte Roach. Dabei wolle das Institut auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Ein Interessenausgleich sei mit dem Betriebsrat bereits ausgehandelt worden.

Von den 450 Stellen entfallen 70 auf das Ausland. Da insgesamt nur 350 der insgesamt 4.000 Arbeitsplätze der DZ Bank im Ausland angesiedelt sind, ist das Ausland entsprechend überproportional stark von der Abbaumaßnahme betroffen. Die Auslandsstandorte sollen ebenfalls überprüft werden.

Die Stellenstreichung erfolge im Gegenzug zur Kapitalerhöhung der DZ Bank-Eigentümer, berichtete die Börsen-Zeitung. Diese hatten den Abbau risikoträchtiger Geschäfte gefordert. Zugleich soll aber eine Wachstumsinitiative im Transaction Banking, im Private Banking und im Mittelstandsgeschäft gestartet werden.

2008 hatte die Zentralbank für rund 1.000 Genossenschaftsbanken einen Verlust von 1 Mrd. Euro eingefahren. Nach der gerade gescheiterten Fusion mit der WGZ Bank hat das Institut sich zum Ziel gesetzt, die ursprünglich durch den Zusammenschluss geplanten Synergien nun allein zu realisieren.

Von den Stellenstreichungen ist besonders der Standort Stuttgart betroffen, da die Buchhaltung bis Ende 2011 in Frankfurt zentralisiert wird, berichtet das Handelsblatt. Bislang war der Bereich Group Finance auf Frankfurt und Stuttgart verteilt. Die betroffenen Mitarbeiter sollen Umzugs- oder Pendelhilfen erhalten.

Um den DZ-Beschäftigten ein Ausscheiden schmackhaft zu machen, sind Vorruhestandsregelungen und Turboprämien für Aufhebungsverträge vorgesehen. Die Vereinbarungen über Altersteilzeit wurden verlängert. Daneben kann die gesetzliche Elternzeit um ein Jahr verlängert werden.

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