Acht Prozent mehr Geld?

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 250.000 Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe und für die 170.000 Beschäftigten bei den Genossenschaftsbanken 8% mehr Gehalt.

Für die Beschäftigten bei den Genossenschaftsbanken, die sich seit 2006 in einem tariflosen Zustand befinden, gilt die Gehaltsforderung bereits ab 1. Juni 2008, für die übrigen Beschäftigten ab 1. Juli 2008. Die in 2006 und 2007 häufig bereits freiwillig gezahlten 4,3% sollen jetzt verbindlich tarifiert und um eine Steigerung von 0,2 % ab 1. Januar 2008 erhöht werden, um die Gehälter an die der privaten Banken und der Landesbanken anzugleichen.

Als "deutlich überzogen" haben die Banken-Arbeitgeber die Gehaltsforderung zurückgewiesen. Der realen Geschäftsentwicklung im Bankgewerbe, aktuell ablesbar an den Verlusten großer Häuser, müsse sich die Gewerkschaft in der bevorstehenden Tarifrunde stellen.

Sehr geringer Spielraum

Heinz Laber, Verhandlungsführer der Banken: "Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die deutschen Banken sind deutlich spürbar und sorgen für erhebliche Unsicherheit. Diese Situation erlaubt für die Tarifverhandlungen nur einen sehr geringen Spielraum. Alles andere würde zu massivem Druck auf die Beschäftigung führen."

Zugleich verbiete sich eine Orientierung an den jüngsten Tarifabschlüssen anderer Branchen. Dort hätten eine positive Branchenkonjunktur oder Nachholeffekte eine erhebliche Rolle gespielt. "Wir haben beim Gehalt eindeutig keinen Nachholbedarf", so Laber.

ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong wies die abwehrenden Reaktionen der Bankenarbeitgeber auf die Forderung zurück. Die Gehaltserhöhung sei durchaus angemessen. Sie begründe sich durch die guten operativen Ergebnisse und die stabile Ertragslage, die durch die Leistungen der Beschäftigten erbracht worden sei.

Hohe Abschreibungen wegen der Fehlspekulationen hätten nicht die Beschäftigten zu verantworten, sondern seien auf Missmanagement zurückzuführen. "Bei den Großbanken gab es Dividendenerhöhungen für die Aktionäre, jetzt müssen auch die Beschäftigten angemessen honoriert werden", betonte Foullong.

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