Deutschland sucht den Wirtschaftsprüfer (Teil 2)

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Teil 2: Die Wirtschaftsprüfung boomt in ganz Europa - IFRS und Sarbanes-Oxley sei Dank. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte der Auditgesellschaften gut. Die Folge: Tausende Prüferstellen sind zu besetzen.

Tausende neue Stellen

"2005 haben wir zahlreiche zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen und vermehrt neue Mitarbeiter eingestellt", sagt Prof. Dr. Wolfgang Grewe, Senior Partner von Deloitte Touche. "Unseren Wachstumskurs wollen wir auch künftig durch multidisziplinäre, qualitativ hochwertige Leistungen für unsere Mandanten und durch das Know-how unserer exzellenten Mitarbeiter fortsetzen. Die Mitarbeiterzahl wird weiter steigen." In seinem Unternehmen sind für das laufende Jahr rund 400 Neueinstellungen geplant.

Bei KPMG werden für das neue Geschäftsjahr sogar 1.200 neue Mitarbeiter gesucht, überwiegend Hochschulabsolventen; netto soll die Personalstärke in 2006 damit um ca. 450 Mitarbeiter erhöht werden. KPMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher kommentiert diese Zahl: "Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen. Denn wir bieten sichere Arbeitsplätze und ausgezeichnete Karriereperspektiven in einem anspruchsvollen Umfeld."

PwC plant im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls über 1.000 Neueinstellungen, vornehmlich von Absolventen der Wirtschaftswissenschaften. Laut aktuellen Befragungen gehört PwC in den relevanten Zielgruppen weiterhin zu den attraktivsten deutschen Arbeitgebern mit hervorragenden Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.

So haben allein 363 Mitarbeiter im Geschäftsjahr die Berufsexamen zum Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer abgelegt. Für die Weiterbildung der Mitarbeiter wurden rund 70 Mio. Euro aufgewendet. Im Januar konnte PwC-Vorstandssprecher Hans Wagener dem 1.000-sten Wirtschaftsprüfer in den eigenen Reihen zum bestandenen Examen gratulieren. PwC beschäftigt damit mehr als 8% aller in Deutschland zugelassenen Wirtschaftsprüfer.

Auch bei Ernst & Young geht es wieder aufwärts

Ernst & Young war im vergangene Jahr die Ausnahme: Die Zahl der Mitarbeiter bei Ernst & Young in Deutschland sank im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr von 6.830 auf 6.430.

Für das laufende Geschäftsjahr ist Herbert Müller, Vorsitzender des Vorstands der Ernst & Young AG, zuversichtlich: "Sowohl im klassischen Prüfungsgeschäft als auch in der Beratung spüren wir eine deutliche Belebung." Eine steigende Nachfrage sei durch die Umstellung auf die internationalen Bilanzierungsregeln IFRS und die internen Kontrollanforderungen des Sarbanes Oxley Acts (SOx), aber auch durch den Gewinn neuer Prüfungs- und Beratungsmandate zu verzeichnen.

Aufgrund der Belebung des Geschäfts wird Ernst & Young im laufenden Geschäftsjahr auch wieder verstärkt neue Mitarbeiter einstellen und die Zahl der Mitarbeiter wieder steigern.

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