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Die Personalsituation spitzt sich zu

Der Bedarf an Mitarbeitern im Finanz und Rechnungswesen wächst in Deutschland weiterhin rasant und eröffnet Jobperspektiven.

Ein Drittel der deutschen Finanzabteilungen plant im ersten Halbjahr 2008 zusätzliches Personal einzustellen. Dies ergab das aktuelle Branchenbarometer “Financial Hiring Index” von Robert Half Finance & Accounting, dem weltweit führenden Personaldienstleister im Finanz-, Rechnungs- und Bankwesen.

Demzufolge ist die Nachfrage im letzten Halbjahr um weitere 13 Prozentpunkte gestiegen. Damit liegt der Anteil der Unternehmen, die eine Aufstockung ihrer Finanzabteilungen planen, auch deutlich über dem bisherigen Bestwert von 2006, als rund 24 % der im Financial Hiring Index befragten Unternehmen angaben, Personal im Bereich Finanz- und Rechnungswesen einstellen zu wollen.

Die verstärkte Mitarbeitersuche ist hauptsächlich auf ein erwartetes Unternehmenswachstum und dringend benötigte Spezialistenkenntnisse, beispielsweise auf dem Gebiet internationaler Bilanzierungsstandards (IFRS) oder beim Aufbau interner Prüfungs- sowie Risikomanagementprozesse, zurückzuführen.

Vor diesem Hintergrund droht der verschärfte Wettbewerb um die besten Talente im die erfolgreiche Bewältigung der zusätzlichen Aufgaben zu beeinträchtigen: 40 % der Finanzmanager betrachten den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und ihre Rekrutierung sogar als die größte Herausforderung in diesem Jahr.

Dies kann besonders für Jobsuchende, die nicht die idealen Voraussetzungen für die Besetzung einer offenen Stelle mitbringen, eine interessante Jobperspektive eröffnen: “Mit einer Entspannung der Situation ist kurzfristig nicht zu rechnen. Unternehmen sollten sich daher fragen, ob sie noch die richtigen Kanäle für die Bewerberansprache nutzen. Darüber hinaus lohnt es sich, auch für Kandidaten offen zu sein, die auf den ersten Blick nicht hundertprozentig passen”, empfiehlt Sven Hennige, Senior Regional Director Central Europe bei Robert Half Finance & Accounting.

Kommentare (2)

Comments
  1. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass der Bedarf an MA im Finanz-und Rechnungswesen wächst, denn ich bin seit Ende 2006 arbeitslos, fast 50 Jahre und habe keine Chancen auf diesem Arbeitsmarkt. Dieses Jahr lege ich die Prüfung für IFRS/US-GAAP ab, aber als Einsteiger und kein UN möchte man mich nicht haben, weil: einmal zu alt, zweitens als Einsteiger in den Beruf – was gar nicht stimmt. Denn ich habe eine Berufsausbildung als Steuerfachangestellte, kenne mich sehr gut mit HGB aus und die Steuerberater möchten mich nicht beschäftigen, weil ich zu alt bin. Deshalb denke ich ans Auswandern. In Deutschland ist es sehr schwierig einen Job zu bekommen. Letztes Jahr habe ich über 375 Bewerbungen geschrieben, ich musste sie für die Steuererklärung zählen.

  2. Ja, Frau Gruber, Sie müssen auch bedenken, wer die Quelle dieser Behauptungen ist. Leider wird von einigen, grossen Personalvermittlern auf diesem Wege versucht, bei HR Sorgen hervorzuheben, um dann Ihre Dienste anzubieten. Denn so schlecht ist der Markt nun auch wieder nicht, dass Sie als 50 Jährige sofort eine Stelle bekommen. Trotz AGG werden immer noch die 20 bis 35 Jährigen bevorzugt und da mag es einen Engpass geben. Aber das können die Herrschaften natürlich so nicht sagen – da das gegen die AGG wäre. Also wird generalisiert. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass Alter und nicht Erfahrung so eine grosse Rolle spielen, obwohl die Demografie doch zeigt, dass es immer mehr ältere Menschen geben wird als jüngere. Natürlich müssen auch ältere Menschen für Weiterbildung offen sein, so wie Sie es tun, dann könnte diese Gruppe eine Goldgrube für die Unternehmen werden, die nicht so einen Wert auf Alter legen. Ob sich das allerdings in absehbarer Zeit ändert, ist schwer abzusehen. Auswandern ist sicherlich eine Alternative, wenn Sie international Finance Kenntnisse besitzen. Viel Glück!

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