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Commerzbank kommt beim Abholzen voran: Bereits 3600 Mitarbeiter mussten gehen

Der geplante Abbau von 9000 Stellen bei der Commerzbank kommt zügig voran. Bereits 3600 Beschäftigte haben die Nummer 2 auf dem deutschen Markt verlassen, wie der verantwortliche Bereichsvorstand Markus Krebber laut dem Handelsblatt sagte.

Der Abbau von weiteren 2000 Stellen sei bereits vertraglich mit den betroffenen Mitarbeitern vereinbart worden. “Wir kommen schneller voran als geplant”, ergänzte Krebber.

Die Verringerung der Kosten werde sich in 2010 auf 1,1 Mrd. Euro belaufen, 100 Mio. mehr als avisiert. Bis 2013 sollen die jährlichen Kosten um 2,4 Mrd. Euro sinken.

Abbau in der Investmentbank geschafft

Bei der Investmentbank soll der Stellenabbau bereits weitgehend abgeschlossen sein, wie es auch Branchenkreisen hieß. In dem Bereich Corporate und Markets wollte die Commerzbank die Zahl der Beschäftigen von ehedem rund 3300 auf 1650 halbieren. Mithin scheint das Investmentbanking im ersten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt zu sein.

Im Juni wird die gesamte Bank gelb werden und die Marke der Dresdner Bank verschwinden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Commerzbank insgesamt etwa 1600 Filialen in Deutschland unterhalten, von denen noch rund 400 verschwinden sollen. Vorrangig betroffen werden Standorte sein, wo sich Filialen der ehemaligen Dresdner und der Commerzbank in unmittelbarer Nachbarschaft befinden.

IT bleibt Problemfall

Als Problemfall erweist sich weiterhin die Vereinheitlichung der beiden unterschiedlichen IT-Systeme. Bis zum Sommer 2012 werden somit zwei unterschiedliche IT-Strukturen in der Bank verwendet werden.

“Wir haben rund zwei Drittel der Wegstrecke hinter uns im Marathon. Die Integration tritt damit in die entscheidende Phase”, ergänzte Krebber.

Kurz vor dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman im Herbst 2008 hatte die Commerzbank die Übernahme der defizitären Dresdner Bank von der Allianz angekündigt. Somit musste Deutschlands zweitgrößte Bank gleich zwei Herausforderungen bewältigen: die Finanzkrise und die Integration der Dresdner Bank. Bei diesem Unterfangen unterstützte der Bund das strauchelnde Bankhaus mit Liquiditätsspritzen und Garantiezahlungen von insgesamt 18,2 Mrd. Euro.

Kommentare (1)

Comments
  1. Ja so sind, die radikalen Finanzterroristen, wenns eng wird, pfeifen sie auf die “freie” Marktwirtschaft und jammern sich beim Staat aus.
    Verluste werden nach alter kommunistischer Tradition sozialisiert.
    Boni schleppen sie zu Ferrari und in die Yachthäfen.
    Parasiten par excellence!

    Das Pack ist mit Sicherheit nicht “systemrelevant”.
    Die Menschheit braucht keine “Rettungsfonds”.
    Lasst die Ganoven und Zocker einfach pleite gehen.

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