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Deutsche Bank und Credit Suisse sind mit Jahresauftakt zufrieden

Die Realwirtschaft steckt noch mitten im Tunnel, aber die Finanzwirtschaft sieht bereits wieder Licht am Ende des Selbigen.

Nachdem US-Institute wie Bank of America, JPMorgan und Citi bereits über einen guten Jahresauftakt berichtet hatten, wollten sich die beiden europäischen Konkurrenten offenbar nicht lumpen lassen. Credit Suisse berichtete über einen “starken” Start in das Jahr 2009, während Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von einem “guten” Start sprach.

Von einer Trendwende – auch für den Banker-Arbeitsmarkt – zu sprechen, wäre trotzdem verfrüht. Schließlich steht vielen Finanzdienstleister der schmerzhafte Abbau von Arbeitsplätzen erst noch bevor.

Und ein heute blühendes Handelsgeschäft droht lediglich die steigenden Rückstellungen für faule Kredite zu verdecken. Weil die Verluste aus dem Kreditgeschäft in den Bilanzen nur langsam durchsickern, haben viele Banken die Schmerzen, die sich aus dem starken Rückgang der Wirtschaftsleistung in den vergangenen sechs Monaten seit der Lehman-Pleite ergeben haben, noch gar nicht gespürt.

Auch die Bereiche, die derzeit noch gut laufen, könnten sich schon bald deutlich abkühlen und die Krise verschärfen. Devisengeschäfte werden nämlich wegen der schrumpfenden Weltwirtschaft und dem deshalb zurückgehenden Handel leiden. Und die Fast-Null-Zins-Politik der führenden Notenbanken lässt die “Zinsstrukturkurve” – und damit die Gewinne im Zinsgeschäft – abflachen.

Dabei kommt den Banken entgegen, dass der Wettbewerb nachgelassen hat. Die führenden Spieler im Investmentbanking können sich wohl auch in Zukunft hohe Gebühren erlauben – auch weil die Kurschwankungen beim Handel mit Zinsen, Währungen und Rohstoffen zugenommen haben. Staatsausgaben und Restrukturierungsmaßnahmen sind weitere neue Einnahmequellen.

Entwarnung ist wohl dann erst in Sicht, wenn es den Banken gelingt, das Fundament für künftige Erträge zu legen. Dann dürfte der Personalabbau in der Finanzbranche gestoppt werden – vorher wohl nicht.

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