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Deutsche Bank entlässt 900 Mitarbeiter in London und New York

Zuerst meldete es der britische Fernsehsender Sky, dann zogen Bloomberg und Reuters nach.

Die Deutsche Bank will demnach noch vor Weihnachten 900 Mitarbeiter im Bereich Global Markets entlassen. Und zwar vor allem in London und New York. Dort drehen derzeit nämlich viele Banker, die früher strukturierte Produkte wie Zertifikate entwickelten wegen der eingebrochenen Nachfrage, nicht mehr das große Rad, sondern vor allem Däumchen.

Die Deutsche Bank wollte den Bericht – wie nicht anders zu erwarten war – nicht kommentieren. Sollte er aber stimmen, dann können die Entlassungen niemanden überraschen.

Bereits vor zwei Wochen musste der Chef des weltweiten Aktienderivate-Handels, Richard Carson seinen Hut nehmen.

Und bei der Vorlage der Quartalszahlen Ende Oktober hatte der neue Finanzvorstand, Stefan Krause, durchblicken lassen, dass im Kredit-Emissionsgeschäft wie dem Bond Underwriting, aber auch im Eigenhandel (proprietary trading) Arbeitsplätze gestrichen werden.

Von eFinancialCareers befragte Headhunter rechnen zwar damit, dass es auch in Frankfurt zu der einen oder anderen Entlassung kommen könnte, von einem Aderlass könne aber keine Rede sein, schließlich werde das Geschäft fast komplett von London und New York gemanagt.

Dass die Deutsche Bank die betroffenen Mitarbeiter noch vor Ablauf des Jahres entlassen wird, ist nachzuvollziehen, schließlich spart das Institut bei dem einen oder anderen hochbezahlten Banker nicht nur das üppige Gehalt, sondern auch noch den üblichen Jahresbonus. Außerdem können die Kosten, zum Beispiel der Entlassungen, zum Beispiel für Abfindungen, noch in das vierte Quartal gepackt werden.

Da dieses Jahr nach den milliardenschweren Abschreibungen auf Kredite und Kreditderivate ohnehin gelaufen ist, könnte der Branchenprimus das neue Jahr unbelastet beginnen. Ob sich das Geschäft in den von der Finanzmarktkrise besonders gebeutelten Bereichen dann beruhigt oder gar belebt, kann natürlich niemand vorhersagen.

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