Bei der WestLB purzeln die Gewinne und die Mitarbeiterzahlen

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Die Griechenlandkrise hat tiefe Spuren im Halbjahresergebnis der WestLB hinterlassen. Aufgrund der Wertberichtigungen bei Wertpapieren brach das Vorsteuerergebnis des Düsseldorfer Finanzhauses um 62,3 Prozent auf 114 Mio. Euro ein.

Dennoch feiert WestLB-Chef Dietrich Voigtländer die schwachen Geschäftszahlen: "Die WestLB hat ein respektables Ergebnis vorgelegt, das über unseren Erwartungen liegt. Diese Zahlen belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Das Handelsergebnis bescherte der Bank einen Verlust von 334 Mio. Euro; dagegen wurde im Vorjahr noch ein Plus von 249 Mio. Euro verzeichnet. Auch der Provisionsüberschuss gab um 8,6 Prozent auf 128 Mio. Euro nach. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge kletterte jedoch um 55,3 Prozent auf 809 Mio. Euro.

Die Krise bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren. So verringerte sich die Beschäftigtenzahl seit dem Jahresende um 191 auf 4780 Vollzeitstellen. Dagegen sank der Personalaufwand in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 2 Mio. auf 285 Mio. Euro. Somit zahlte die WestLB für jede Mitarbeiterstelle im ersten Halbjahr durchschnittlich rund 59.600 Euro.

Laut Voigtländer sei die WestLB durch die erfolgte Ausgliederung risikobehafteter Wertpapiere in eine Bad Bank, die sogenannte Erste Abwicklungsanstalt (EAA), für den Verkauf des Bankhauses gut gerüstet. "Mit der EAA-Lösung hat die WestLB eine viel beachtete Pionierrolle übernommen. Die reibungslose Umsetzung zeigt: Die Bank hält, was sie verspricht."

"Auf den anstehenden Eigentümerwechsel ist die Bank ebenfalls gut vorbereitet. Uneingeschränkten Vorrang hat dabei weiterhin die Einbringung der WestLB in den Konsolidierungsprozess der Landesbanken", ergänzte Voigtländer.

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