700 neue Berater für Commerzbank und comdirect

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Privatkundenberater sind begehrt in Deutschland. Dies gilt nicht nur für Banker, die die Reichen im Private Banking betreuen, sondern auch für die Betreuer der Kunden "von der Stange".

Der Frankfurter Commerzbank-Konzern sucht derzeit rund 700 neue Privatkundenberater, die dem Unternehmen helfen sollen, 800.000 zusätzliche Kunden zu gewinnen und so die Kundenzahl um 15% zu steigern.

Dabei sind Berater für das Retail-Geschäft gesucht, nicht für das Private Banking. "Im Private Banking haben wir die Assets under Management in einem Jahr um 10% steigern können. Jetzt wollen wir auch im Filialgeschäft nachhaltig wachsen", formuliert Commerzbank-Vorstand Achim Kassow den ganzheitlichen Wachstumsansatz.

So sollen im inländischen Filialgeschäft der Commerzbank 500 neue Stellen und damit die erforderliche Vertriebskraft entstehen, um bis 2009 250.000 Kunden neu zu gewinnen. Im gleichen Zeitraum will die comdirect bank, die in Quickborn ansässige Direktbank-Tochter der Frankfurter, mit rund 200 neuen Beratern gar 550.000 neue Kunden gewinnen.

Die neuen Berater sollen die bislang rund 140 Berater verstärken, die in deutschlandweit 18 Standorten der comdirect-Tochter comdirect private finance AG (cpf) Privatkunden beraten. Mit den cpf-Geschäftsstellen reagiert die Direktbank auf die starke Nachfrage ihrer Internet-Kunden nach persönlicher Beratung vor Ort. "Gut ein Viertel der Privatanleger, die ein Depot oder Girokonto bei der comdirect haben, wünschen sich eine individuelle Finanz- und Vermögensberatung", erläutert Martin Rosellen, Vorstandsvorsitzender der cpf.

Darüber hinaus liegt der Fokus Kassow zufolge auf der systematischen Qualifizierung der Mitarbeiter sowie der Optimierung der Abläufe. "Durch die Entlastung der Filialen von administrativen Arbeiten können sich die Berater voll und ganz auf das Kundengeschäft konzentrieren. Dies ist neben attraktiven Produkten eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg", erläutert Kassow das Programm.

In den Ausbau des Personals will der Commerzbank-Konzern eigenen Angaben zufolge in den kommenden drei Jahren rund 150 Mio. Euro stecken.

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