GASTBEITRAG: Wie Sie die ersten hundert Tage bei Goldman Sachs überstehen

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Starting a job at Goldman Sachs

Als ich 2005 bei Goldman Sachs anfing, wurde mir folgendes gesagt: „Merk Dir: Goldman war schon immer ein tougher Ort - wenn man eingestellt wird, wenn man hier arbeitet und wenn man geht.“

Daher fallen die ersten hundert Tage besonders kritisch aus. Unterschiedliche Vorstellungen, zu viel zu schnell erreichen zu wollen oder die richtigen Beziehungen aufzubauen, kann schon zu einer Delle in der Karriereentwicklung von eigentlich talentierten Leuten führen.

Inhalieren Sie die Goldman Sachs-Kultur

Wie bei jeder starken Unternehmenskultur gibt es einen „Goldman Sachs-Weg des Seins und Arbeitens“. Daher sollten Sie gut aufpassen und sich Notizen machen. Verstehen Sie, was die Leute um Sie herum antreibt. Bei Goldman Sachs dreht sich alles um harte Arbeit, um Kunden und Exzellenz bei allem, was Sie machen. Befinden sich Ihre persönlichen Werte auf einer Linie mit der Unternehmenskultur? Falls nicht, dann wird Ihnen das Vorankommen schwerfallen.

Bemühen Sie sich ein verlässlicher Mitarbeiter zu sein, dem nur wenige Fehler unterlaufen. Uns allen unterlaufen Fehler, doch wer irgendwo neu anfängt, muss erst einmal seine Reputation aufbauen. Sie sollten als zuverlässiges paar Hände betrachtet werden.

Identifizieren Sie Ihre Schwachstellen und versuchen Sie sie abzustellen. Wenn Sie beispielsweise vergesslich sind, dann sollten Sie alles in Ihrem Handy oder in einem Notizbuch notieren, um nicht völlig von Ihrem Gedächtnis abhängig zu sein. Ich habe beispielsweise ein „Lern-Notizbuch“ angelegt, das mir half, die große Menge an Informationen zu verarbeiten, die täglich auf mich einprasselten.

Seien sie glücklich und zufrieden, wenn Sie etwas unter Ihrem eigentlichen Niveau erledigen müssen. Als Analyst habe ich an stressigen Tagen meinem Team das Essen gebracht und sogar am Ende des Tages die Wäsche meines Chefs von der Reinigung abgeholt. Das musste mir auch niemand sagen. Ich habe es von selbst angeboten. Da spielte es keine Rolle, dass mein Vorgesetzter zwei Jahre jünger als ich war. Wenn Sie Junior sind, dann müssen Sie herausbekommen, wie Sie einen Mehrwert für Ihr Team generieren - auch wenn es nur kleine Dinge sind.

Fragen Sie sich selbst: Wie kann ich hier und jetzt helfen? Wenn Sie das regelmäßig machen, wird Ihr Team das früher oder später registrieren. Dann avancieren Sie zu einem geschätzten Mitglied der Truppe, das es auszubilden und zu entwickeln lohnt. Bald werden Sie an verantwortungsvolleren Dingen arbeiten dürfen.

Überlassen Sie die Büropolitik Ihrem Vorgesetzten

Mal ehrlich: Wenn Sie irgendwo anfangen, dann sind Ihnen die internen Dynamiken unbekannt. Daher sollten Sie vermeiden, darin involviert zu werden. Mit unbedachten Äußerungen bringt man sich selbst und andere rasch in Ärger. Wie schnell wird ein falscher Name in eine E-Mail hineinkopiert oder fällt eine missliche Bemerkung, wenn jemand angetrunken ist.

Fragen Sie sich selbst: Welchen Mehrwert bringt das? Falls Sie zweifeln, dann sollten Sie sich zurückhalten und sich auf Ihre Arbeit konzentrieren. Später in Ihrer Karriere werden Sie noch genug mit der Büropolitik zu tun haben.

Rafael Sarandeses ist ein ehemaliger Investmentbanker und Rennfahrer.

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