Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 1700 Jobs abgebaut und mehr verdient als erwartet

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank scheint bei ihrem Kahlschlag gut voranzukommen. Die Zahl der Mitarbeiter sank allein im zweiten Quartal um ca. 1700 auf etwa 95.400 Beschäftigte. Das Tempo der Einschnitte spricht dafür, dass das Gros im Ausland stattfand, wo der Kündigungsschutz geringer ausfällt.

Der Abbau kommt jedoch noch  kaum bei den Kosten an. So wandte der Konzern im zweiten Quartal mit 5,8 Mrd. Euro sogar leicht mehr als im Vorjahreszeitraum auf. Darin sind allerdings rund 200 Mio. Euro für Restrukturierungskosten und Abfindungen enthalten, wie die Bank soeben in einer Adhoc-Mitteilung bekannt gab.

Vor Steuern verdiente der Konzern von April bis Juni etwa 700 Mio. Euro, womit sich das Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr auf 1,15 Mrd. Euro summierte. Dies lag deutlich über der Konsensschätzung von 321 Mio. Euro, wie die Bank betonte.

Die Gesamterträge des Konzerns langen im zweiten Quartal mit 6,6 Mrd. Euro nur leicht über Vorjahresniveau. Die Erträge der Corporate and Investment Bank fielen mit rund 3,5 Mrd. Euro sogar leicht niedriger als im Vorjahr aus, worin überdies etwa 100 Mio. Euro an Sondererträgen aus Veräußerungsgewinnen und Wertanpassungen enthalten sind. Während die Erträge in Sales & Trading um weitere 15 Prozent einbrachen, kletterten sie in Origination & Advisory leicht um 2 Prozent. Damit schneidet die Deutsche Bank schlechter als die Konkurrenz ab. So kletterten bei JP Morgan und Citi die Erträge aus Sales & Trading im zweiten Quartal um 13 bzw 1,6 Prozent.

Die vollständigen Quartalszahlen will der Konzern am Mittwoch (25. Juli) veröffentlichen.

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