Ambitionierte Wachstumspläne: ING Diba will 150 Jobs im Firmenkundengeschäft schaffen

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Joachim von Schorlemer

Joachim von Schorlemer leitet das Wholesale Banking der ING Diba

ING Diba hat sich ambitionierte Wachstumsziele in ihrem Firmenkundengeschäft gesetzt. „Wir wollen in den nächsten drei Jahren rund 150 neue Mitarbeiter im Wholesale Banking einstellen“, sagte Joachim von Schorlemer, der im Vorstand von ING Diba das Wholesale Banking verantwortet.

Bislang beschäftigt die Sparte in Frankfurt rund 300 Mitarbeiter und betreut Firmenkunden in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik. Im vergangenen Jahr konnte ING Wholesale ihr Kreditvolumen um 21 Prozent auf gut 31 Mrd. Euro steigern.

Durch ihren Retailarm saß die deutsche Tochter des niederländischen ING Konzerns 2017 auf Sparguthaben von 125 Mrd. Euro. Dagegen beliefen sich die Konsumentenkredite und Baufinanzierungen lediglich auf 7,5 und 69,3 Mrd. Euro. ING Diba hat also reichlich Geld zu vergeben.

„Wir sind heute die Kernbank für mehr als 220 große, international operierende Unternehmen, und wollen die Zahl der Firmen, für die wir aktuell Kernbank sind, innerhalb der nächsten Jahre noch weiter erhöhen“, führte von Schorlemer weiter aus. „Unsere Ambition ist es, bis 2022 weitere Marktanteile zu gewinnen, um zu den fünf größten Firmenkundenbanken in Deutschland zu gehören.“

Doch neben dem strukturierten Finanzierungsgeschäft wagt ING Wholesale auch einen Fuß ins Investment Banking. „Mit dem Ziel, das bestehende Produktportfolio in Deutschland zu ergänzen, haben wir im dritten Quartal 2017 in Frankfurt den Bereich Corporate Finance / M&A etabliert, um unsere Bestandskunden bei ihren Wachstumsplänen umfassender unterstützen zu können“, ergänzte von Schorlemer. Dazu soll mittelfristig unter Cay-Marco Fritsch ein fünfköpfiges Team aufgebaut werden.

2018 kommt zu den Frankfurter Teams ein „Globaler Hub für Sector Transport and Logistics / Automative“ hinzu. 2017 wurde ein solcher für „Structured Metals & Energy Finance“ geschaffen. Weiter gibt es in Frankfurt ein „Globales Head Office für Structured Export Finance“ und Kompetenzzentren für die „ING Automotive Platform“ und für „Rail- and Aviation Finance.“

Der Aufbau von 150 Stellen werde sich über die verschiedenen Karrierelevel verteilen. „Dafür suchen wir in der Kundenbetreuung wie auch in für unsere Produktbereiche engagierte Mitarbeiter auf allen Ebenen – sowohl die, die am Beginn ihrer Karriere stehen, als auch solche mit Berufserfahrung. Konkret heißt das, wir stellen am Standort Frankfurt Trainees, Junior Banker, Analysten und Senior Banker ein“, sagte von Schorlemer.

In der Kosten-Ertrags-Relation von weniger als 40 Prozent sieht ING Wholesale Banking einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Für jeden Euro Ertrag muss die Bank also keine 40 Cent ausgeben. Tatsächlich ist ING Diba hoch profitabel. Die Bank konnte ihren Vorsteuergewinn 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf knapp 1,3 Mrd. Euro steigern.

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