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Bankenanalyst stellt sich hinter John Cryan: „Er liefert entsprechend der Strategie“

John Cryan

Die schlechten Nachrichten von der Deutschen Bank reißen nicht ab. Erst muss die Bank kleinlaut Verluste für 2017 eingestehen, dann berichtet Finanzchef James von Moltke von einem schlechten ersten Quartal, IT-Chefin Kim Hammonds kritisiert öffentlich den desolaten Zustand des Konzerns und dann musterte gestern auch noch Top-Investmentbanker Sam Wisnia ab.

Ist die rechte Zeit für den Chefwechsel gekommen? Falls man der „Times“ glauben darf, gab es bereits ein Zerwürfnis zwischen Konzernchef John Cryan und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner über die Strategie der Bank. Cryan habe sich für tiefere Einschnitte im Investment Banking eingesetzt, während Achleitner das ablehne. Unterdessen sei die Bank bereits auf der Suche nach einer Nachfolge für Cryan. Doch wieso überhaupt?

Bankenanalyst Nick Smith vom Bankhaus Lampe in Düsseldorf hält einen Chefwechsel für nicht erforderlich. „Er liefert entsprechend der Strategie“, sagt Smith. „Wenn man den Vorstandsvorsitzenden jetzt auswechselt, verzögert man lediglich die Umsetzung der Strategie.“

Das schlechte erste Quartal im Investment Banking gehe maßgeblich auf ungünstige Wechselkursverhältnisse zurück. „Sie können einen Vorstandsvorsitzenden wohl kaum für die Wechselkurse verantwortlich machen“, kritisiert Smith. Auch die Belastungen des Jahresergebnisses 2017 durch die US-Steuerreform könne Cryan kaum angelastet werden. „Zu dieser Jahreszeit gehen immer Gerüchte um den Austausch von Vorstandsvorsitzenden herum“, sagt Smith.

Auch unter den Mitarbeitern hat Cryan noch Anghänger. „Cryan ist großartig”, erzählt ein Managing Director der Bank. „Es ist nicht Wert, diesen Unsinn zu diskutieren.”


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