Das ultimative Ranking: Welche deutsche Bank am besten zahlt und wo die Mitarbeiter ihr Geld wert sind

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Wer sehen möchte, wie gut Deutsche und Commerzbank zusammenpassen, muss sich nur die Vergütungen anschauen. Während die Deutsche Bank im vergangenen Jahr für jeden Mitarbeiter rein rechnerisch fast 129.000 Euro springen ließ, waren es bei der Commerzbank schlanke 79.000 Euro. Beide trennt also eine Summe von knapp 50.000 Euro – wahrlich keine Peanuts, wie unsere kurze Analyse der Geschäftszahlen 2018 ergibt.

Denn nachdem in der laufenden Woche Commerzbank, HypoVereinsbank (HVB) und Aareal Bank ihre Geschäftsberichte für das abgelaufene Jahr vorgelegt haben, ist jetzt wieder der Zeitpunkt für unser traditionelles Ranking gekommen: Welche deutsche Bank zahlt am besten und wo sind die Mitarbeiter ihr Geld auch wert. Unschwer zu erraten: Viel Geld stellt noch lange keine Garantie für satte Profite dar.

Dies belegt das Corporate & Investment Banking der Deutschen Bank, wo der Personalaufwand pro Kopf 2018 gut 242.000 Euro betrug. Das sind zwar 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch deutlich mehr als im Corporate & Investment Banking der HVB mit keinen 197.000 Euro.

Der Personalaufwand enthält übrigens Arbeitgebernebenkosten wie Sozialbeiträge und ist daher nicht mit den Bruttovergütungen identisch. Die fallen üblicherweise um rund ein Fünftel geringer aus.

In der Disziplin der profitabelsten Bank deklassiert die ING Diba die Konkurrenz. Jeder der knapp 4000 Mitarbeiter generierte rein rechnerisch fast 332.000 Euro. Bei der zweitplatzierten Aareal Bank sind es etwa 115.000 Euro. Auf dem dritten Platz findet sich mit der BayernLB ein veritabler Überraschungskandidat. Die Landesbanker erwirtschafteten durchschnittlich immerhin fast 113.000 Euro.

Im Tabellenkeller rangiert die Deutsche Bank mit keinen 15.000 Euro. Die bestzahlende ist also die am wenigsten profitable Bank. Zumindest sind sämtliche untersuchten Institute in den schwarzen Zahlen – das war nicht immer so.

Die dritte Disziplin stellt die Aufwands-Ertrags-Quote dar. Sie besagt, wie viel Cent die Banken für einen Euro Ertrag auf den Tisch legen müssen. Hier gilt also: Je weniger, desto besser. Dabei schneidet die Aareal Bank aus Wiesbaden am besten ab. Für jeden Euro Ertrag musste der Immobilienfinanzierer nur 40 Cent ausgeben. Bei ING Diba waren es ebenfalls sehr gute 48 Prozent.

Bei den Kostenquote schneidet das Corporate & Investment Banking der Deutschen Bank mit 95 Prozent am schlechtesten ab. Besonders beunruhigend ist dabei, dass trotz des harten Sparkurses des neuen Konzernchefs Christian Sewing sich die Quote um weitere 4,4 Prozentpunkte verschlechterte. Solange hier keine Trendwende eintritt, kommt die Deutsche Bank nicht aus dem Krisenmodus heraus.

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