Erste Brexitjobs scheinen bei Morgan Stanley in Frankfurt anzukommen

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Die Zeit läuft den Banken davon. In rund einem Jahr wird Großbritannien aus der EU austreten. Goldman Sachs hat bereits ersten Mitarbeitern mitgeteilt, bis Ende Juni von London nach Frankfurt umziehen zu müssen. Und auch die UBS plant in Frankfurt bis zu 200 Brexitjobs zu schaffen. Bewegung in die Angelegenheit scheint jetzt auch bei Morgan Stanley zu kommen.

Die US-Investmentbank sucht beispielsweise für Frankfurt einen „Head of Morgan Stanley EU Institutional Group Product Operations“. Seine Aufgabe bestehe darin, das Clearing, Trading und andere kundenunterstützende Prozesse zu managen. Es geht also um eine Supportfunktion, die eng mit der „Institutional Sales and Trading Division“ zusammenarbeitet.

Dabei handelt es sich nur um eine von derzeit 20 Vakanzen von Morgan Stanley in Frankfurt. Die meisten davon entfallen auf das Middle und Back Office und viele scheinen genau die Aufgabengebiete zu betreffen, die durch die Verlagerung zusätzlicher Trading-Aktivitäten von London nach Frankfurt verstärkt werden müssen. So werden beispielsweise ein „Trade Support Associate“, ein „Team Manager Trading Operations Control“, ein „Global Capital Markets Syndicate Operations Associate“ und ein „Global Capital Markets Team Lead“ gesucht. Hinzu kommen verschiedene Positionen aus dem Risikomanagement und der Regulierung.

Erst kürzlich haben Headhunter gewarnt, dass es für vom Brexit betroffene Banken höchste Zeit sei, entsprechende Profile zu besetzen. Der Markt für Middle Office-Profile in Frankfurt sei bereits wie leergefegt und so manche Bank drohe leer auszugehen. Auch Morgan Stanley scheint die Besetzung nicht immer leicht zu fallen. Die Stelle des „Head of EU Institutional Securities Group Product Operations“ ist bereits seit drei Monaten ausgeschrieben. Im vergangen Sommer war bekannt geworden, dass die US-Investment Bank im Zuge des Brexits rund 200 Jobs nach Frankfurt verlagern wird. Morgan Stanley selbst wollte hierzu keine Stellungnahme abgeben.

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