☰ Menu eFinancialCareers

BHF-Verkauf: Erspart die Liechtensteiner LGT Bank der Deutschen Bank den Gesichtsverlust?

Nach dem Ausstieg des Bankhauses Lampe aus dem Bieterrennen um die BHF Bank am Freitag drohte der Verkaufsprozess zu einer Peinlichkeit für die Deutsche Bank zu werden. Denn damit gilt die Liechtensteiner LGT Bank als der letzte aussichtsreiche Bewerber für die BHF Bank und könnte dem Deutschen Branchenprimus den Preis diktieren.

Die Deutsche Bank hatte in der Vergangenheit kolportiert, einen Verkaufserlös in Höhe des Buchwertes von rund 650 Mio. Euro anzustreben. Branchenexperten hatte aufgrund des reichlichen Angebotes an zum Verkauf stehenden Banken und des beträchtlichen Restrukturierungsbedarfs bei der BHF Bank einen so hohen Preis für unrealistisch gehalten.

Überdies hatte die Deutsche Bank schon früh betont, die BHF Bank möglichst als Ganzes an einen strategischen Investor veräußern zu wollen. Damit würden die beiden Finanzinvestoren Apollo und KKR ausscheiden, denen ebenfalls ein Interesse an der BHF Bank nachgesagt wird. Überdies soll noch die indische Hinduja-Gruppe, der die Münchner Privatbank Merck Finck gehört, ein Interesse für die BHF hegen.

Laut Reuters soll das Angebot der LGT so ausgestaltet sein, dass es nominal an die geforderten 650 Mio. Euro heranreicht. “Damit wäre ein Verkauf ohne Gesichtsverlust möglich”, wird ein Insider zitiert. Dabei will die fürsteneigene Bank nur den Kernteil rund um die Vermögensverwaltung übernehmen, wohingegen das Kreditgeschäft und der Eigenhandel bei der Deutschen Bank verbleiben. Durch die Übernahme der Sanierungskosten für die übernommenen Teile würde das Barangebot von 400 Mio. Euro deutlich aufgebessert werden.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier