☰ Menu eFinancialCareers

Fünf Tipps, wie Sie an einen gut bezahlten Job in der Schweiz gelangen

Woman traveling in Switzerland

Hohe Berge, hohe Lebensqualität, hohe Gehälter und niedrige Steuern: Die Schweiz hat Arbeitnehmern viel zu bieten. Doch wie gelingt der Einstieg in den Schweizer Arbeitsmarkt? „Eine gute Möglichkeit, um einen Fuß in den Schweizer Arbeitsmarkt zu bekommen, stellt das Contracting dar“, meint Mike McGinty, Country Director Schweiz bei der Personalberatung Experis in Zürich. Darunter versteht sich in der Schweiz die zeitlich befristete Beschäftigung.

Contracting-Jobs öffnen die Tür zu einer Festanstellung

Laut McGinty gibt es in der Schweiz eine steigende Nachfrage nach zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnissen, wobei regelmäßig auch ausländische Bewerber zum Zug kommen und zwar beiderseits des sogenannten Röstigrabens – also sowohl in der Deutschschweiz als auch in der französischsprachigen Westschweiz. Die Pointe dabei: Regelmäßig werden Contractors von ihren Arbeitgebern übernommen. „Etwa 10 bis 15 Prozent der Contractors finden auf diese Weise eine Festanstellung“, schätzt McGinty. „Daher stellt eine Contracting-Stelle für ausländische Bewerber eine gute Möglichkeit dar, in der Schweiz eine Festanstellung zu finden. Wer erste Berufserfahrung in der Schweiz nachweisen kann, steigert seine Chancen auf eine permanente Anstellung beträchtlich.“

Business Analysten, Projektmanager und Credit- bzw. Market Risk-Experten gesucht

Freilich gilt dies nicht für sämtliche Profile. Laut McGinty laufe die digitale Transformation bei Schweizer Finanzdienstleistern auf Hochtouren. Für die unterschiedlichen Projekte würden Heerscharen an temporär Beschäftigten benötigt. Derzeit sei vor allem die äquivalente Umsetzung der EU-Richtlinie MiFID II sowie des Schweizer Finanzmarktinfrastrukturgesetzes (FinfraG) bei Banken und Finanzdienstleistern ein Thema.

„Besonders gefragt sind Business Analysten und Projektmanager“, erzählt McGinty. Diese arbeiten an den Schnittstellen vom eigentlichen Geschäft und der IT. „Daneben sind auch Experten für Credit und Market Risk heiß begehrt“, ergänzt McGinty.

Frauen besonders gefragt

Auch in der Schweiz wurden in der Vergangenheit zu wenige Frauen eingestellt. Da die Banken diesen Missstand bereinigen wollen, haben Frauen hierzulande beste Chancen. „Die Finanzdienstleister wollen auch bei Contractors einen hohen Anteil von Frauen sicherstellen“, weiß McGinty. „Ihr Argument lautet: Wir unternehmen große Anstrengungen, um den Frauenanteil unter den Festangestellten zu erhöhen. Das wollen wir uns nicht durch Contractors kaputt machen lassen.“

Qualifikationen meist Pflicht

Das Zauberwort in der modernen IT-Entwicklung lautet „agiles Projektmanagement“. Dies geht von der Erfahrung aus, dass die meisten Entwicklungen einfach zu komplex sind, um sie in einem einmal aufgestellten Konzept zu fassen. Stattdessen werden bei der agilen Entwicklung, die einzelnen Schritte nacheinander und nahe am operativen Geschäft umgesetzt. Die Leiter solcher Projekte heißen Scrum-Master.

Die Nachfrage nach Fachkräften ist also da. Allerdings begnügen sich die Arbeitgeber selten mit einschlägiger Berufserfahrung, sondern wollen branchenübliche und aktuelle Zertifizierungen sehen. „Schweizer Arbeitgeber legen großen Wert auf Berufsdiplome. Meistens sind sie sogar ein Muss“, betont McGinty. Daher sollten auch Contractors einschlägige Qualifikationen in Projektmanagementmethoden wie PRINCE2 (Projects in Controlled Enviroments 2) oder PMP (Project Management Professional) mitbringen. Gefragt sei auch die UML-Qualifikation (Unified Modelling Language).

Melden Sie sich rechtzeitig bei Personalberatern

Der Arbeitsmarkt von Contractors ist auch in der Schweiz sehr schnelllebig. „Wir haben manchmal nur 72 Stunden Zeit, um eine Vakanz zu besetzen“, erzählt McGinty. Daher sollten sich Projektmanager, Business Analysten, Credit und Market Risk-Experten rechtzeitig bei Personalberatern wie Experis registrieren. „Wir bemühen uns, immer eine Pipeline von Kandidaten zu haben“, erzählt McGinty. Um sich bei Experis zu melden, genüge eine formlose E-Mail, möglichst mit einem Lebenslauf, der genauso wie in Deutschland aussieht, also samt Foto und Geburtsdatum und den einschlägigen Qualifikationen wie PRINCE2 oder PMP.

„Warten Sie nicht bis zum letzten Tag Ihres Vertrags“, betont McGinty weiter. „Wenn wir Ihre Daten haben, dann können wir Sie rechtzeitig berücksichtigen und Sie vermeiden Auszeiten. Wir scannen ständig den Markt für Sie.“

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier