Praktikum bei großen Namen: Strategischer Karrierebooster

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Praktikum bei großen Namen: Strategischer Karrierebooster

Wer seinen Berufseinstieg strategisch angeht, sollte versuchen, möglichst weit oben zu starten: „Wir unterscheiden zwischen First-Tier, Second-Tier und Third-Tier-Playern“, so Dirk Albütz, der seit vielen Jahren als Headhunter im Bank- und Finanzwesen tätig ist. Wer über Praktika nachdenkt, ist gut damit beraten, bei möglichst namhaften Häusern anzuklopfen. Klangvolle Namen im Lebenslauf eröffnen nicht nur eine, sondern gleich eine Reihe von neuen Möglichkeiten. 

Arbeitsmarktforscher bezeichnen das Phänomen als „signalling“: Wenn Arbeitgeber Bewerber auswählen, orientieren sie sich an den Signalen, die diese aussenden – vom Bildungshintergrund bis zu vorherigen beruflichen Stationen. Für letztere gilt: Je namhafter, desto besser. 

„Wenn Sie große Namen in ihrem Lebenslauf haben, öffnet Ihnen das die Tür zu anderen großen Häusern – und zu kleineren Unternehmen sowieso“, so Headhunter Albütz. Kurz: Wer eine Station bei einem First-Tier-Player vorweisen kann, hat bei wird bei Second-Tier-Unternehmen beste Chancen. Gleiches gilt, wenn man sich mit Second-Tier-Referenz bei einem Third-Tier-Player bewirbt. Die Banken- und Finanzwelt sei am Ende doch wie eine große Familie, so Albütz. Wenn Bewerber über Erfahrungen in anderen Häusern plaudern können, mache sie das auf jeden Fall interessant. „Häufig werden Sie im Vorstellungsgespräch gefragt, bei welchem Managing Director oder in welchen Teams Sie gearbeitet haben.“ 

Der Trading Floor der Deutschen Bank in Frankfurt ist wohl einer der begehrtesten Orte für Praktika in der Finanzwelt. Nur 25 bis 30 Bewerber kommen jedes Jahr zum Zug. Ein Teil davon absolviert das branchenübliche „Summer Internship“, viele beginnen ihr Praktikum aber auch zu anderen Zeitpunkten und werden intern als „off cycles“ bezeichnet. Johannes Hermanns, der bei der Deutschen Bank als Chief of Staff den Bereich Corporate Finance in Frankfurt betreut, sieht Praktika als ideale Einstiegsmöglichkeit an.  

Praktikanten auf dem Trading Floor der Deutschen Bank werden direkt in die Projektarbeit eingebunden. Sie sind – ähnlich wie Analysts – auf zwei bis drei Projekten tätig. „Wir achten darauf, dass wir in den Projektteams immer nur einen Praktikanten oder einen First-Year-Analyst haben, die dann von älteren Kollegen lernen können“, berichtet Hermanns. Jedem Praktikanten werde ein „Buddy“ zur Seite gestellt – ein Mitarbeiter, der schon etwas länger dabei ist und den Einstieg mit Rat und Tat begleitet. Nach der Hälfte der Praktikumszeit gibt es eine Feedbackrunde: „Wir geben Praktikanten hier die Chance, sich noch mal zu verbessern“, so Hermanns. Und das kann sich durchaus lohnen, denn: „Rund 70 bis 90 Prozent unserer ‚new joiners‘ sind ehemalige Praktikanten.“ 

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Photo by Paul Fiedler on Unsplash

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