Als Neueinsteiger bei der Deutschen Bank: Fragen an den Chief of Staff des Frankfurter Corporate-Finance-Geschäfts

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Als Neueinsteiger bei der Deutschen Bank: Fragen an den Chief of Staff des Frankfurter Corporate-Finance-Geschäfts

Trotz aller Schlagzeilen um die Neuausrichtung des Unternehmens und das Ende des Aktienhandels – im Investmentbanking ist die Deutsche Bank nach wie vor einer der wichtigsten Player weltweit. Ob M&A, ECM, DCM, LDCM oder syndizierte Kredite – das Corporate-Finance-Geschäft brummt.  

Wer sich bei den Juniors und Einsteigern um welche Aufgaben kümmert, das entscheidet und koordiniert Johannes Hermanns: Als Chief of Staff ist Hermanns, der letztes Jahr zum Managing Director für M&A in der DACH-Region aufgestiegen ist, für sämtliche Analysten, Associates und Vice Presidents zuständig. Hermanns selbst ist seit 14 Jahren bei der Deutschen Bank. 

Acht bis zehn Junior Analysts steigen in der Regel jedes Jahr neu ein, hinzukommen 25 bis 30 Praktikanten. Die meisten Neueinsteiger haben einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften oder Engineering. Und: Im letzten Jahr war die Hälfte aller „New Joiner“ Frauen. 

Was erwartet Neueinsteiger im Investmentbanking der Deutschen Bank? 

Hermanns: „Am Anfang steht unser ‚Global Introduction Training‘, das in London oder auch in New York stattfindet, und das die Skills vermittelt, die Neueinsteiger im Job brauchen. Nach rund vier Wochen geht es dann auf den Floor. Aufgrund der Corona-Krise wird das Training in diesem Jahr lokal stattfinden. Wir stellen allen neuen Kollegen einen ‚Buddy‘ an die Seite, eine Art Mentor, der mit Rat und Tat unterstützt. Unser Ansatz ist, dass ‚New Joiner‘ wirklich vom Tag 1 an in unsere Projekte eingebunden werden – also sozusagen im Wasser schwimmen lernen.“ 

Welche Rolle übernehmen Neueinsteiger in den Projekten? 

Hermanns: „Wer als Junior Analyst oder als Intern bei uns startet, wird zwei bis drei Projekten zugeteilt. Wir achten darauf, dass jeweils nur ein ‚New Joiner‘ in jedem Team ist, der oder die dann dort von erfahreneren Kollegen lernen kann. Innerhalb der Projekte übernehmen neue Kollegen dann von Anfang an Verantwortung, führen etwa durch Calls mit dem Kunden, koordinieren gemeinsam mit Kunden die Logistik für Road-Shows, oder arbeiten mit Kunden vor Ort.“  

Wie sehen die ersten Berufsjahre aus? 

Hermanns: „Klassischerweise arbeiten Sie drei Jahre lang als Analyst bzw. Junior-Associate. Unser Ziel ist es, unseren Mitarbeitern während dieser Zeit eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen – sie sollen Projekterfahrung in sämtlichen von uns betreuten Produktbereichen sammeln.“  

Ihr Tipp für Neueinsteiger? 

Hermanns: „Sie sollten vom ‚Day 1‘ an durchstarten. Stellen sie Fragen, zeigen Sie Interesse, seien Sie offen und neugierig, blicken Sie über den Tellerrand. Bringen Sie sich vom ersten Tag an aktiv in Ihren Projektteams ein. Versuchen Sie, einen Draht zu den anderen Team-Mitgliedern aufzubauen. Nutzen Sie alles, was es an Networking-Möglichkeiten gibt und erwarten Sie nicht, dass Ihnen alles auf dem Silbertablett serviert wird.“ 

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Photo by Markus Lompa on Unsplash

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